Jahrgang 
4 (1859)
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Ven Fr. Friedrich. 54 Gäſtn, wie's gemacht wird? Es iſt nicht ſchwer, Er kann dreiſt einen Gang mit 4 deht mir wagen, damit ich Ihm die feineren Kunſtgriffe und Stöße beibringen ollte ihn kann. Hat Er noch Luſt dazu?Gewiß, gewiß, erwiderte Kreußler Antwort mit Eifer.Ich werde es Ihnen ewig Dank wiſſen, wenn Sie mich in der eben. edlen Kunſt unterweiſen wollen.Gut, gut! Dann ſtell' Er ſich hieher. ptmann So, den rechten Fuß voraus. So faßt Er das Floret, ſo fällt Er aus, ſo das vom muß Er mich pariren. Nun geb' Er acht, parire meine Stöße, und geht es ein Herr nicht, ſo merk' Er ſich genau, wohin ich Ihn getroffen habe. ſoll man Mit ungeſchickter Hand hatte der Pſeudoſchulmeiſter das Floret erfaßt möchte, und ſich dem Meiſter gegenüber geſtellt. Er hörte laut hinter ſich lachen, ſah, unter⸗ daß ſein Gegner nur mit äußerſter Mühe ſich eine ernſte Miene bewahrte, IIn allein dies alles ſtörte ſeine Faſſung nicht. Da fiel der Hauptmann aus. Der erſte Stoß war gegen ſeine Bruſt gerichtet und hätte ihn müſſen faſt zu en wil,, Boden werfen, allein mit geſchickter Hand parirte er ihn. Der Fechtmeiſter ſoll mir ſtutzte und glaubte, der Zufall habe den Schulmeiſter in Schutz genommen. wollen Er wiederholte denſelben Stoß er wurde ebenſo geſchickt parirt. Jetzt vermochte der Hauptmann die Sache nicht mehr zu begreifen. Er wurde n und unruhig. Stoß auf Stoß führte er aus, all' ſeine Kräfte und Geſchicklichkeit Beſten nahm er zuſammen, mit größter Hitze drang er auf den unſcheinbaren Schul⸗ erbieten meiſter ein vergebens! Kein Stoß glückte, keine Finte gelang, ruhig, unerſchütterlich blieb der Geheimnißvolle auf der Menſur ſtehen, ohne auch e. Der nur einen Zoll zurückzuweichen. Mit einemmale ruhte das Floret ſo feſt

ntgehen und ſicher in ſeiner Hand, jeder Stoß glitt daran ab. Keiner der Zuſchauer meiſter, lachte mehr. Dieſe Wendung hatten ſie nicht erwartet, ſie ſtaunten, und hätte der Fremde nicht ein gar zu unſcheinbares Ausſehen gehabt, ſo würden

ſchwo⸗

ic) ſie ihn für den Teufel ſelbſt gehalten haben.

tblickt Mit heimlicher Freude hatte Kreußler dieſes Erſtaunen bemerkt. Bisher ſprach hatte er ſtets nur die Stöße ſeines Gegners parirt, jetzt fiel auch er aus und böſ die Stoß auf Stoß traf die Bruſt des verwirrten, erſchrockenen Hauptmanns. uij das Der Angſtſchweiß trat auf ſeine Stirn. Er hielt zwar noch Stand und beinem verſuchte, wenn auch vergeblich, die Stöße des Schulmeiſters zu pariren, als die dieſer aber ſtets neue und noch feinere Finten anwandte, warf er ihm zuletzt

verwirrt, wüthend, beſchämt das Floret vor die Füße und verließ den Fecht⸗ ſaal. Die meiſten der anweſenden Offiziere folgten ihm. Kein Einziger von ihnen zeigte Luſt, mit dem Fremden einen Gang zu wagen.

Kreußler hatte einſtweilen erreicht, was er gewünſcht hatte. Am geſehen, 4*

jenem

et wen⸗