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Von Ernſt Willkomm. 39 gegen ſeinen gewohnten Knotenſtock, ohne den er ſelten ausging.—„Es thut mir licher von Herzen leid, Habermann,“ erwiderte der Gerichtsdirektor auf Simons b mit Gruß,„daß wir uns unter ſo mißlichen Verhältniſſen wiederſehen. Ich hoffe eline's aber, Sie werden ihr Alibi zu beweiſen vermögen. Nicht wahr, Sie ſind erden den ganzen Tag in Ihrer Wohnung geweſen?“—„Ich kam erſt nach Hauſe,
als dieſe Herren ſchon an meine Thür klopften,“ lautete Simons entſchloſſene hhofe. kurze Antwort.—„Und wo waren Sie?“ fragte Gonthal, von dieſer nicht Kirch⸗ erwarteten Antwort unangenehm berührt.—„Zwiſchen Kirche und Schloß te der Moosburg,“ erwiderte Simon.—„Hörten Sie den Lärm vor dem Hauſe dunkle des Regimentschirurgus?“—„Den Lärm und zwei Schüſſe.“—„Keinen i ver⸗ dritten?“—„Ein Schwirren klang an mein Ohr, doch hielt ich's nicht für ie In⸗ einen Schuß.“—„Wo haben Sie Ihre Windbüchſe gelaſſen?“ fragte Gon⸗ gegen thal weiter, da er mit Verwunderung bemerkte, daß keiner der Gerichts⸗ diener dieſe Schußwaffe trug.—„Wenn ſie nicht in meinem Hauſe an der t lieb⸗ Wand hängt, wo ich ſie heute Morgen noch ſah, als ich ausging, weiß ich's Simon nicht,“ lautete Simons Antwort.— Gonthal richtete ſeine Blicke fragend durcht⸗ auf die Diener.—„Es fand ſich kein Gewehr in Habermanns Wohnung,“ als e verſetzte der Eine achſelzuckend. Einen In dieſem Augenblicke betraten die Männer den Kirchhof. Der Mond kin za ſchien noch hell und wurde jetzt auch nicht auf kurze Momente von vorüber⸗ grüber fliegenden Wolken verdeckt. Gonthal gewahrte an der Stelle, wo er vor 3 wenigen Minuten das Grab geſehen hatte, mitten auf dem Wege einen dente, dunkeln Gegenſtand, welcher den ganzen Steg ſperrte. Noch einige Schritte 34 h und er glaubte die Form eines Sarges zu erblicken. Simon blieb ſtehen. Mand„Sonderbar,“ ſprach er.„Vor einer Viertelſtunde war doch alles noch heil! iſenden Wie kann das angehen!“—„Fällt Ihnen etwas auf?“ fragte Gonthal den . mit ſich ſelbſt Sprechenden.—„Nein, Herr Gerichtsdirektor,“ verſetzte wüfften dieſer,„aber ich bitte, gehen Sie voran! Ich bin ja Ihr Gefangener.“ Män⸗ Gonthal näherte ſich dem Sarge. Er trat bis an denſelben heran, warf ann an einen Blick ſeitwärts und bemerkte jetzt kein Grab mehr, ſondern einen friſch he nucj aufgeworfenen Grabhügel.—„Iſt es denn möglich!“ rief er unwillkürlich, zt höri ſeine Hand an die Stirn legend.„Oder hat der Mond mich getäuſcht?“ ſih ich Simon vom Moor ſtand neben ihm. Er erfaßte die Hand des Gerichts⸗ ſtehen, direktors, deutete mit ſeinem Stock auf den Sarg und ſagte mit dem feier⸗ Es war lichen Ernſt eines Propheten:„Merken Sie, daß uns der Weg hier verſperrt vohl das iſt?“—„Es ſcheint ſo.“—„Und was hemmt Ihre Schritte?“—„Mich eit ſezte dünkt, es iſt ein Sarg,“ ſprach Gonthal fröſtelnd.—„Und wiſſen Sie,
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