Jahrgang 
3 (1859)
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Täuſchung und Wahrheit. Es freut uns, daß wir die gegenwärtige Beſprechung dieſer Sammlung mit der Anzeige eines ſo allerliebſten, heiteren und gemüthlichen Buches eröffnen kön⸗ nen, wie das von Mügge verfaßte iſt. Eine Darſtellung aus dem deutſchen Bürgerſtande einer kleinen Stadt hat, wenn ſie richtig aufgefaßt, mit Humor durchgeführt und mit der Meiſterſchaft behandelt wird, die wir von Mügge erwarten können, immer einen großen Reiz. Das Büchlein erinnert im beſten Sinne an den Lorenz Stark des alten Engel, nur iſt es noch viel heiterer und gelenkiger, und den meiſterlich durchge⸗ geführten Charakter des Rentiers Froh lieb ſtellen wir dem beſten an die Seite, was unſere Litteratur in dieſem Genre aufzuweiſen hat. Bd. 5. L. Mühl bach, Die letzten Lebenstage Ka tharina II. Es iſt eine hiſtoriſche Novelle in der bekannten, neuerdings beliebten Weiſe der Verf., flüchtig und leicht, aber intereſſant durch das ſich aufrollende glänzende Hof⸗ und Intri guen⸗Gewirre jener Tage, zwiſchen der Kaiſerin und ihrem Sohne Paul, zwi ſchen dem Günſtling Zoubow und dem Schweden Armfelt, jener Tage, wo Guſtav Adolf von Schweden um die Hand einer Großfürſtin warb und durch den plötzlichen Abbruch der Unterhand⸗ lungen der alternden Kaiſerin den Todes⸗ ſtoß verſetzte. Bd. 6. 7. G. Höcker, Der beſeelte Schatten. Ein ſelt⸗ ſames, aber keineswegs unintereſſantes Buch, brav geſchrieben, gut angelegt und zum Theil trefflich durchgeführt. Den Inhalt mögen die Leſer, die wir ihm zahlreich wünſchen, ſelber kennen lernen. Wir wüßten nichts zu tadeln, als eine hier und da zu Tage tretende, nicht ſchöne

Breite, welche ſich durch eine aufmerk⸗ ſamere Ueberarbeitung leicht hätte ver⸗ meiden laſſen. Bd. 8. Grabowski, Die Emigranten. Eine romantiſche Geſchichte aus dem Vendee⸗Kriege, wie das Publikum ſie ſchon oft geleſen. Neue Züge und Momente bietet das vorlie⸗ gende Buch nicht, allein es zeigt uns eine recht angemeſſene Behandlung des Stoffs und Materials, hübſche Schil⸗ derungen und lebhafte Darſtellung. Bd. 9. Julie Burow, Künſtler⸗ liebe. Die Novelle iſt, wie man ſie von der Verf. erwarten konnte, ſpan⸗ nend und ergreifend, und zeigt aufs neue das große Talent J. Burows. Es thut uns aber leid, daß auch hier wieder der Fall einer bis dahin tugendhaften Frau ein Hauptmoment des Buchs bildet. Der⸗ gleichen kommt in der Wirklichkeit ſicher nicht ſo häufig vor, wie die Verf. zu glauben ſcheint. Bd. 10. 11. Levin Schücking, Die Rheider Burg. Eine trefflich geſchriebene, ebenſo treff lich erzählte Geſchichte aus der Zeit, als Joachim Murat Großherzog von Berg geworden war. L. Schückings Name bürgt dafür, daß die Erzählung, auf deren Inhalt wir im Intereſſe des Leſe⸗ publikums nicht eingehen, im Ganzen wie im Einzelnen eines hohen Lobes würdig iſt und des lebhafteſten Beifalls ſicher ſein darf.

Rachel, eine biographiſche Novelle von der Verfaſſerin derzwei Schweſtern. Berl. Adolf et Comp. 1859. Wir haben ſchon bei einer andern Schrift erklärt, daß wir, ganz beſondere Fälle ausgenommen, dies Doppelgenre biographiſche Novelle, Roman nicht grade billigen und ihm keinen Geſchmack abzugewinnen vermögen. Es kommt da⸗ bei entweder die Biographie oder die