Jahrgang 
3 (1859)
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zu halten, während ſie andrerſeits auch wieder knapp genug gehalten wurde, um für das leider bald ermüdete große Publi⸗ kum nicht zu viel zu ſein. Wir wollen den Verfaſſer angelegentlich aufgefordert haben, ſeinen Vorſatz auszuführen und noch andere Dichter jener großen Zeit dem Publikum auf dieſe Weiſe nahe zu rücken.

Frederike Bremer, Geſam⸗ melte Schriften. Aus dem Schwe⸗ diſchen. Bd. 33 u. 34. Vater und Tochter. Leipzig. Brockhaus. 1859. Wir erinnern uns der Zeit noch wohl, als die erſten Bücher der Bremer er⸗ ſchienen und gerechten Beifall fanden. Sie ſchrieb natürlich und wahr, ergrei⸗ fend und erheiternd, und vor allen Din⸗ gen mit der wohlthuendſten Anſpruchs⸗ loſigkeit. Schale und platte Liebesromane kennen wir zwiſchen jenen erſten Schrif⸗ ten nicht. Die Liebe ſpielte darin, wie ſie das auch im Menſchenleben thut, ihre große Rolle; die Verf. klügelte ſie nicht fort, ſie ließ ſie als natürlich und noth⸗ wendig zu. Seit damals ſind viele Jahre vergangen, manche Bücher der Verf. er⸗ ſchienen, die wir nicht kennen gelernt, von denen wir aber nicht gehört, daß ſie ihren Ruhm vermehrt. In dieſen Bänden muß allerlei unnützer Liebes kram ſein, denn Frederike Bremer er⸗ zählt uns in demVorwort zu dem gegenwärtigen Buch, daß ſie derLiebe im gewöhnlichen Sinnmüde ſei und ſich diesmal eine ſchönere zum Stoff für ihr Buch genommen das wäre die Liebe zwiſchen Vater und Tochter. Der Stoff mag gelten, in Betreff der Behandlung aber thut es uns leid, ſagen zu müſſen, daß wir für das Buch leider kein Lob haben. Einige Charakterzeich⸗ nungen, Situationen u. ſ. w. haben wir

ähnlich und viel friſcher und liebenswür⸗ diger in frühern Werken geleſen; andere Partieen haben wir nicht das Glück zu verſtehen; dasWinterſtück iſt in ſeinen Hauptzügen einer gottländiſchen Zeitung entnommen, und die endloſen Ueberſetz⸗ ungen aus Cicero, Mark Aurel u. ſ. w., die uns im erſten Theil geboten werden, zeugen von großer Beleſenheit der Verf., aber unſerer Meinung nach von keinem großen Geſchmack. Dem ganzen Buche nach ſcheint die Verf. weder vor ihrem eigenen Ruf, noch vor dem Publikum allzuviel Achtung zu haben. Sie hätte es ſonſt vielleicht bei jenen früheren poetiſchen und gemüthvollen Schriften bewenden laſſen, die ihr ſo viel Liebe und Beifall erwarben.

Louiſe Eſche, Aus der Frauen⸗ und Märchenwelt. Barmen. Lan⸗ gewieſche. 1859. Das Bändchen ent⸗ hält kleine Erzählungen und Märchen, die wir dem Publikum wohl empfehlen können. Die beiden erſten Stücke beſon⸗ ders:Großmutter und Enkelin, und:

Aus Schutt und Aſche ſind zwei Geſchichtchen, die der Verf. alle Ehre machen, ſo einfach ſind ſie, ſo maß⸗

voll, ſo innig und ſo wahr. Heinrich Schwerdt, 1) Thürin⸗ Dorfgeſchichten. 2) Der underdoctor Johannes el in Seebach. Beide Bände: Leinig Schlicke. 1859. Das Publikum kennt bereits die ſchlichte einfache Weiſe des Verf. und hat ſie lieb gewonnen. Etwas bedeutendes wird uns in den zwei klei⸗ nen Geſchichten des erſten Bändchens nicht geboten, aber ſie ſind, wie geſagt, ſchlicht und wahr, gut geſchrieben nnd darum anziehend. Weniger zufrieden können wir uns mit der Darſtellung des LebensbildesJohannes Dicel erklären,

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