Jahrgang 
3 (1859)
Einzelbild herunterladen

Korpb, gilleur⸗ Schützen errſchte. araguay te Divi⸗ Tapfer guliner) däger in Kräfte, ttillerie⸗ 1s Dorf mirault Garde⸗ Camon. n ſtarke fünften gen, es die der Mittag Bericht gewährt

no nicht

utenant um den r Feind denſchen ammelte erathen

ͤ

Von einem alten Militair. 479

Geſchützkampf auch die Offenſive gegen San Caſſiano ergreifen können. Aus den Berichten iſt nicht recht klar, warum ſo ſpät. Jedenfalls hat hier das erſte öſterreichiſche Korps, Clam⸗Gallas, Anfangs mit Vortheil gekämpft. Mae Mahon hatte ſich an der großen Straße nach Mantua entwickelt, den rechten Flügel gegen Medole hin, wodurch er jene Lücke, die zwiſchen ihm und dem vierten Korps entſtanden war, zu verringern ſuchte. Um 2 ½ Uhr gab er der Diviſion La Motterouge Befehl, San Caſſiano anzugreifen, es geſchah durch die Brigade Lefebvre(Turcos und 45. Regt.) in der Front, während die andere Brigade, Bouret,(65. und 70. Regt.) das Dorf um⸗ ging. Nachdem daſſelbe genommen, wandten ſich die algieriſchen Tirailleurs gegen die Höhen von Cayriana, in welcher Richtung das ganze zweite Korps vorrückte. Cavriana mit den Höhen war vom ſtebenten Korps, Zobel, beſetzt worden, um dieſe Poſition zur Erleichterung des Abzuges von Solferino zu decken wir erinnern uns, daß Cavriana ſeitrückwärts von Solferino liegt. Franzöſiſcher Seits ließ der Kaiſer von hier die Brigade Manèque der Garde⸗Voltigeur⸗Diviſion gegen Cavriana vorgehen und unterſtützte ſte durch die Garde⸗Grenadier⸗Diviſion Mellinet. Gegen dieſen combinir⸗ ten Angriff hielten ſich die beiden Brigaden des ſiebenten Korps, welche die Stellung von Capriana beſetzt hatten, unter den Augen ihres Kaiſers noch eine längere Zeit; die Cavallerie⸗Diviſton Mensdorff, welche bei ihren beiden Attaken am Morgen ſich ſchon ausgezeichnet hatte, griff zum drittenmale an, um den linken Flügel des ſiebenten Korps zu unterſtützen, welcher das Vordringen des zweiten franzöſiſchen zu wehren verſuchte. Die Attake der Cavallerie geſchah mit ſolchem Ungeſtüm, daß ſie mehrere Bataillone über⸗ ritt und ein Theil der Huſaren wirklich alle Treffen des Feindes durchbrach. Plötzlich ſahen ſie vor ſich eine glänzende Geſellſchaft von Reitern, unter Bedeckung einer prächtigen Escadron: es war der Kaiſer mit ſeinem Gefolge! Nun eine Hetzjagd auf dieſe Reiter, welche ſofort das Weite ſuchten! Aber die von der Attake ermüdeten ungariſchen Pferde konnten mit den Arabern des kaiſerlichen Hauptquartiers keinen Wettlauf halten, und ihren braven Reitern blieb nichts übrig, als ſich wiederum durchzuſchlagen.

Nach dieſem Verſuche unterbrach auch hier das Gewitter, mit einem furchtbaren Orkan Bäume entwurzelnd, Häuſer abdeckend, mit praſſelndem Hagel und Wolkenbruch, den Kampf auf eine halbe Stunde. Dann konnte Cavriana vor dem Geſchützfeuer des Feindes von den beherrſchenden Höhen nicht mehr gehalten werden. Der allgemeine Rückzug wurde beſchloſſen und