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Von F. W. Hackländer. 5
dem Balkon ſtehen, bis ſich die Hausthuͤre öffnet und durch dieſelbe ein kleiner dicker, lebhafter Mann auf die Straße tritt. Dieſer hat im Haus⸗ gange ſein Taſchentuch benutzt, aber vergeſſen es einzuſchieben, und ſchwenkt es nun in der Hand hin und her. Offenbar iſt ſein Geiſt mit etwas be⸗ ſchäftigt, gerade ſo, wie der andere kleine dicke und bewegliche Mann, der drüben im gleichen Augenblicke aus dem Hauſe tritt, und wie ein Dritter und Vierter, welche die Straße hinab gehen im eifrigſten Geſpräch über Krieg und Frieden— ob ſie ſteigen werden oder fallen— nicht die Heere des Vaterlandes, ſondern die koſtbaren Papierchen.
Weiter Wie ſich in allem die Extreme berühren, ſo auch hier. Wir biegen abermals links um die Ecke und haben hier die Grenze des faſhio⸗ nablen Quartiers plötzlich überſchritten; wir ſind in einer ganz andern Region angelangt. Zwei Reihen gleicher, vierſtockiger Häuſer mit unendlich vielen Fenſtern zeigen ſich unſern Blicken. Aber trotz der Höhe dieſer Ge⸗ bäude haben ſie ein ärmliches und dürftiges Aeußere, die Dächer haben ſehr viele und unregelmäßig ſtehende Schornſteine; die Fenſteröffnungen ſind klein, meiſtens ohne Läden, und den vielen ganz verſchiedenartigen Vor⸗ hängen nach zu urtheilen, die wir an ihnen ſehen, ſind dieſe Häuſer durch all' ihre Stockwerke von ebenſo verſchiedenartigen Partieen bewohnt. Merk⸗ würdig viele ältere Frauen und ältere Jungfrauen ſieht man an dieſen Fen⸗ ſtern; die Erſteren blicken meiſtens ſehr melancholiſch auf die Straße, und bei den älteren Jungfrauen— eine größere Anzahl derſelben hat wegen Ohren⸗ und Zahnſchmerzen den Kopf verbunden— ſieht ein ſcharfer Beobachter häufig einen gewiſſen Zug freiwilliger Entſagung, der ſich aber bei den geringfügigſten Veranlaſſungen immer noch in einen Schimmer der Hoff⸗ nung verwandelt. Und auch hier vernimmt man Muſik, und viel Muſik durcheinander, unten Violine, in der Mitte Klavier, oben Geſang.
„Ach, wenn du wärſt mein eigen, Wie lieb ſolltſt du mir ſein!“
Wenige Männer bemerkt man in dieſer Straße, und alle, die wir ſehen, haben ein gedrücktes, gebeugtes, penſtonirtes Ausſehen, die Mehrzahl unter ihnen trägt gelblich gewordene weiße Halsbinden, und kann es immer noch nicht laſſen, zuſammengefaltete Papiere, die wie Akten ausſehen, im Rockſchooße oder unter dem Arme zu tragen. Alle aber, obgleich ſie gar nichts mehr zu thun haben als Morgens aufzuſtehen und Abends ſich zu Bette zu legen, werden doch bei gewiſſen Tagesſtunden von einer quälenden


