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Von Hermann Reuchlin.
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Die Grafen von Savoyen hatten nicht ohne Glück mit den Habsbur⸗ gern, namentlich auch mit Rudolf, um den Beſitz des Waadtlandes ge⸗ rungen. Allein der Fall des Königreichs Burgund mit Karl dem Kühnen (1477), die ſteigende Macht Berns, welches ſich mit dem reformirten Genf verbündete, beſchränkten 1536 die Savoyiſche Herrſchaft auf das Südufer des Genfer Sees. Die ſchwerſten Zeiten kamen über das ſchon viel geprüfte Haus, als das centraliſirte Frankreich und Kaiſer Karl V. um die Welt⸗ herrſchaft rangen. Der Herzog hatte eine öſterreichiſche Prinzeſſin gehei⸗ rathet, verbündete ſich mit ſeinem Schwager, dem Kaiſer, gegen ſeinen Oheim König Franz I.; im Frieden von 1544 verlor er alles außer Aoſta, Nizza, Vercelli; Frankreich gewann damals zum erſtenmal Savoyen. Aber der Held von St. Quentin, Emanuel Philibert, erlangte im Frieden von 1560 wieder alle Lande ſeiner Ahnen zwiſchen dem Genfer See und dem Mittelmeere; die beiden Großmächte ſtellten das nicht zu zermalmende Her⸗ zogthum als eine Scheidewand zwiſchen ihnen wieder her.
Dieſer Beruf und dieſe Stellung forderten die ſtrammſte Einheit des Willens und Ungebundenheit der Politik auch gegen innen, weßhalb die Stände ihre Stellung verlieren mußten. Alle Hülfsmittel des Landes, namentlich die Seidenzucht, wurden zu dieſem Zwecke gehoben, aber wieder⸗ holt erlag das überbürdete Volk den Anforderungen. Der Plan Hein⸗ richs IV. von Frankreich, durch Vergrößerung Piemonts die Spaniſchen Habsburger aus Oberitalien zu verdrängen, ſcheiterte durch ſeine Ermor⸗ dung; indeß war das bisher Mantuaniſche Montferrat, das Hugelland zwiſchen Turin und Aleſſandria, für Piemont ein ſchöner Gewinn. Allein Piemont⸗Savoyen fiel in immer tiefere Abhängigkeit von ſeiner Schutzmacht Frankreich, welche in Folge wiederholter Verſuche ſie mit Hülfe Wilhelms von Oranien abzuſchütteln, von Ludwig XIV. noch härter und feſter ge⸗ macht wurde. Als nun Ludwig im Anfang des Spaniſchen Erbfolgekrieges auch nach dem, bis an die Seſia reichenden, Herzogthum Mailand ſeine ſtarke Hand ausſtreckte, ſah Viktor Amadeus II. das Ende ſeiner Dynaſtie und ſeines Herzogthums vollends über ſich hereinbrechen. Obgleich bei⸗ nahe ſein ganzes Land von den Franzoſen beſetzt war, ſchloß er kühn 1703 mit Oeſterreich, das in Italien ſich ſehr ſchwach fühlte, ein Bündniß, welchem er mit der größten Unerſchrockenheit getreu blieb, obgleich beinahe ſein gan⸗ zes Heer von den Franzoſen entwaffnet und ſeine Hauptſtadt belagert wurde. Namentlich auch von den Waldenſern unterſtützt, fuͤhrte er den kleinen Krieg


