Jahrgang 
4 (1858)
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Dder Herzog haben vor gen Perga⸗ n war eine 0 Reichs⸗ ruhigung. er die um⸗ nlich kam l bis auf den Herrn rt. f Abrech⸗ er Schuld zte er bei niſſe des Reiches, Speier an 3 Tagen hätzt und te nichts e zurück erde und in ener⸗ ſchimpf⸗ Wirth end des dienende zogen in lang⸗ Kronen Ritt⸗ 1⁰⁰0 mmit er ee Lage hedeu⸗ durch

Von Johannes Müller.

die Vorſpiegelung ſeiner großen Macht, wenn nicht im entſcheidenden Mo⸗ mente die Stadt durch die Spanier eingenommen worden wäre. In ſeiner Verzweiflung kam der Herzog endlich auf den wunderlichen Gedanken, nach England zu ſchicken und um die Königin zu werbenund um ſie bei neben um 50,000 Kronen zu leihen anzuſprechen. Den Einwand, er ſei ja ſchon verheirathet, wollte er nicht gelten laſſen, ſondern berief ſich auf den Landgrafen von Heſſen, der auch zwei Gemahlinnen gehabt habe. Doch ließ er ſich endlich von ſeiner Narrheit noch abbringen. In dieſer Zeit traf den Schweinichen das Unglück, daß ihm der Hoſenlatz, der wie oben er⸗ wähnt, ſeinen ganzen Schatz barg, diebiſcher Weiſe von der Kammer ge⸗ nommen ward. Dieſer Verluſt, da er nun ohne Mittel war, traf ihn ſehr hart, noch härter aber, wiewohl die Folgen erſt ſpäter kamen, ein Streich, den ihm der Herzog ſelbſt ſpielte. Es erbot ſich nämlich Chriſtoph Braun, ein Landsknechthauptmann, dieſem 1600 Gulden zu leihen, dafern Schwei⸗ nichen Bürge fuͤr die Summe werde. Schweinichen weigerte ſich, er habe kein Eigen, zudem auch kein Siegel; er bat darum den Braun, er wolle ihn dem Herzoge nicht zum Bürgen vorſchlagen. Als dieſer aber darauf beſteht, ſchickt der Herzog heimlich zu einem Steinſchneider, läßt Schweini⸗ chens Wappen ſtechen und ſiegelt damit. Braun zahlte darauf die Summe. Späterhin ließ ſich Schweinichen auch bereden, ſeinen Namen als Bürge unter die Schuldverſchreibung zu ſetzen, wiewohl er im Beiſein des Herzogs dem Braun offen ſagte, daß er ſeine Bürgſchaft nicht zu halten vermöge.

Dies Geld bildete den Stock zu einem kleinen Kapitale, das ſich end⸗ lich in der Hand des Herzogs anſammelte. Dazu borgte der Sekretär des Herzogs von Kleve ihm 1375 Thlr. Obwohl wegen eines Friedensſchluſſes dem Herzoge die franzöſiſche Beſtallung aufgekündigt war, ſo erhielt er ſchließlich wenigſtens noch 1000 Kronen. So konnte denn der kölniſche Wirth endlich bezahlt werden, was denn mit 2355 Thlr. aber nicht ohne mehrfache ſchließliche Plackereien und Poſſen geſchah. Im Ganzen hatte der Herzog zu Köln 9000 Rthlr. gelaſſen.Neben einem tapfern Anſehen zog er aus der Stadt Köln, mit 6 Trompetern und einer Keſſel⸗ trommel, neben 54 reiſigen Roſſen durch die ganze Stadt und hat ſich vor jedermann ſehen laſſen, daß alſo die Ehre gleich groß war, als die Schande wegen des Arreſtes geweſen.

Wir ſchließen hier unſern Auszug. Die Fortſetzung der Reiſe war wie der Beginn. Während der Herzog, ſeiner Regentenpflichten und ſeiner