Jahrgang 
2 (1858)
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ſchwungvolle abe, als von ine koſtbare t gebracht,

Beneke und

nußten ſeine

N ohne

Kitterariſche

Wir beginnen unſere diesmaligen Anzeigen mit einem höchſt geſchmackvol⸗ len und ſchönen Buch, der: Argo, Album für Kunſt und Dichtung. Her ausgegeben von Eggers, Hoſemann und B. v. Lepel. Breslau. E. Tre⸗ wendt. 1858. Dies Unternehmen, von dem ſchon einige Jahrgänge vorausgin⸗ gen, iſt gewiſſermaßen eine Fortſetzung, aber auch eine Ausbildung der ſoge⸗ nannten, bis auf wenige Reſte ſelig ent ſchlafenen Taſchenbuchlitteratur. Wie dort ſind auch hier Bilder, poetiſche und pro

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ſaiſche Beiträge, Erklärungen der Bilder. Und doch, wie iſt das alles anders, reicher, gediegener und natürlicher! Wo ſind die idealen Mädchen 1d

uu Frauenköpfe einer gewiſſen Selma, So

phia, Eulalia, und wie die lieben Weſen alle hießen, geblieben! Wohin ſind all die andern Bildchen und Stückchen ent ſchwunden, welche früheren Leſern ge nügten und genügen mußten! In den hier gebotenen Bildern außer dem ſchönen Titelblatt ſind ihrer acht zehn und mehrere treffliche Initialen-

finden wir dagegen faſt überall die neuere Weiſe des Genreſtücks vertreten, das ſeine Gegenſtände nicht nur der Angabe nach, ſondern auch in Wirklichkeit aus der Natur nimmt. Auf die einzelnen Stücke können wir nicht eingehn, zu⸗

Neberſichten.

mal Fr. Eggers in ſeiner trefflichen Er⸗ klärung der Bilder alles Nöthige aus⸗ ſpricht. Wir können nur im Allgemeinen ſagen, daß ſie meiſtens ſehr gelungen und die Abdrücke, bis auf einige ein wenig gar zu ſehr gewiſchte, vortrefflich ſind. Als ein in jeder Weiſe vollende⸗ tes Bild wollen wir die ſpielenden Hunde von Steffeck hervorheben.

Die Beitragenden bilden einen nur kleinen Kreis; es ſind ihrer neun oder zehn, die aber faſt alle durch mehrere Nummern vertreten ſind. Doch ſind es meiſtens bekannte und gute Namen und was noch beſſer iſt, es ſind auch meiſtens gute und ſchöne

Beiträge, was ſonſt bei ähnlichen Sammelwerken be kanntlich leider oft nicht der Fall zu ſein pflegt. Bernhard von Lepel hat einige ſaubere und ſchöne Gedichte beigetragen; von Th. Fontane finden wir Gedichte aus Heimat und Fremde, und eine treffliche Ballade:Der letzte York. Von Hugo v. Blomberg ſind einige Ge dichte da z. B. Königin Waldlieb-

die das Beſte von dieſem Dichter erwar ten laſſen, undder alte Thurm von Karl Kette, bei dem wir auch noch der meiſterlichen Initiale gedenken müſſen iſt ein tief empfundenes, auch formell höchſt beachtenswerthes Gedicht. In Proſa gibt uns W. v. Merckel Erinne