genannt St von Danzig iff wieder ger Kauf⸗ die Zurück⸗ im Hafen k u. a. ſich Rath aber be, faſt nur
zu einem
Krawelen, einander
r 150 Fuß
das große
Von Johannes Falke. 479
was ihnen beliebt; einen Tag habe ich 150 zu Schiff, den andern 100, den dritten 50, alſo gehn ſie ab und zu und die Koſt wird verzehrt.“ Endlich im Februar konnte das„gute Schiff“ wieder auslaufen und geleitete, mit nachdrücklicher Hülfe gegen die ſeeräuberiſchen Engländer, eine Handelsflotte in die Elbemündungen. Jetzt hielt der Danziger Rathsherr ſeine Aufgabe für gelöst und übergab Oberbefehl und Schiff an den ſchon bekannten Seehauptmann Paul Beneke. Dieſer erfaßte ſein Amt nachdrück⸗ licher und praktiſcher, ließ ſich von den Eigenthümern,— denn das Schiff war mittlerweile an drei Kaufleute von Danzig übergegangen— ein Sechs⸗ theil deſſelben als Eigenthum ſtatt des Soldes zuſchreiben, um den Ruters gegenüber als Schiffsherr größeres Anſehn zu haben, bedang ſich noch einen Priſenantheil, warb dann andere Elbufer⸗Ruters, die ſtets in großer An⸗ zahl hier ſchwärmten, um den Meiſtbietenden zu folgen, zahlte ihnen, wie die Lübecker ſchon lange thaten, einen beſtimmten Tagesſold und ſtach dann, mit Mannſchaft, Waffen und Vorräthen trefflich ausgeruſtet, in die See. Bald legte er ſein Krawel vor dem Zwin in Seeland vor Anker, da er Witterung bekommen hatte, daß im Hafen von Sluys eine engliſche Ga⸗ leide, St. Thomas, von außerordentlicher Größe,— der Maſt war 138 Fuß hoch und die Kaſtelle doppelt,— eine koſtbare Ladung an Spezereien, Ta⸗ piſſerien, Juwelen und ähnlichen Dingen, im Werth von 60,000 Pfund groß(480,000 Thaler), einnehme, um dann in Begleitung von einigen kleineren Galeerenſchiffen nach England zu ſegeln. Die Eigenthümer der Ladung, florentiniſche Kaufleute in Brügge, verſchafften ſich aus Furcht vor dem nahen Peter von Danzig, den Schutz des Herzogs Karl des Kühnen und ließen die Galeide unter dem Schirm des burgundiſchen Wappens aus⸗ laufen. Sogleich lichtete auch das Krawel die Anker und folgte gelaſſen ſeiner Beute, bis die Gewäſſer der feindlichen engliſchen Küſte erreicht waren; dann griff Paul Beneke, ohne Rückſicht auf den ſtolzen Herzog,— denn er kannte die Verhältniſſe und das damalige Seerecht, das im feindlichen Ge⸗ wäſſer jedes Schiff als ein feindliches betrachtete,— ſogleich die Schiffe an; die kleineren entflohen, die Galeide jedoch, im Vertrauen auf ihren rieſigen Bau und ihre ſtarke Mannſchaft, ſtellte ſich und wurde nach ruhmvollem Kampfe und großem Verluſt an Mannſchaft genommen. Dieſe Seeſchlacht zwiſchen dem St. Thomas von England und St. Peter von Danzig, den zwei berühmteſten Schiffen jener Zeit, wurde von allen Anwohnern der Nord⸗ und Oſtſee hoch gefeiert und die niederdeutſchen


