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Von Johannes Falke. 477
Zufuhr(Vitalien, daher der Name) zu uberbringen. Unfern der ſchwedi⸗ ſchen Küſte,„auf der Vörde bei Dalerne“, wurde die kleine Flotte vom Froſt überraſcht und fror ein. Da ſchon die nahen Dänen über das Eis heranzogen, ſchleppten die Vitalier von der nahen waldigen Küſte Bäume herbei, bauten einen Wall rings um die Schiffe, übergoſſen ihn unaufhörlich mit Waſſer, bis er einer ſpiegelglatten unerſteiglichen Eiswand glich und zogen, indem ſie das Eis zerſchlugen, rings herum einen Graben. In dieſer Eisfeſtung vertheidigten ſie ſich zu großem Verluſt der belagernden Dänen bis zum Frühjahr und brachten dann die unverſehrte Zufuhr jubelnd nach Stockholm. Hier war es der„frommen Geſellen“ erſtes Geſchäft, für die wunderbare Rettung Meſſen zu ſtiften, und dann keck und grauſam wie zu⸗ vor die räuberiſchen Fahrten neu zu beginnen.
Noch jetzt lebt im Munde des holſteiniſchen Volkes der Name des Klaus Stortebeker, des beruͤhmteſten der Seeräuber jener Zeit, und manche Burgſtelle in niederer holſteiniſcher Ufergegend wird ihm zugeſchrieben. Mit ſeinem nicht minder kühnen Genoſſen, dem Gödeke Michael, ward er endlich um 1400 bei Helgoland von den erzuͤrnten Hamburgern in offener Seeſchlacht, nachdem, wie das Lied meldet, ſein Steuerruder in der Nacht durch eingegoſſenes Blei unbrauchbar gemacht war, überwunden und beide buͤßten und endigten durch Henkershand auf dem Grasbrooke bei Hamburg ihr abenteuerreiches Leben. So viele ihrer Kumpane wurden hingerichtet, daß der Henker mit den geſchnürten Schuhen bis an die Enkel im Blute ſtand. Unſterblichen Ruhm gewann in der Schlacht das Hamburger Schiff, die brauſende bunte Kuh, unter Simon von Utrecht, einem erſten deutſchen Seehelden.—
Noch von einem zweiten, etwas ſpätern Seehelden, Paul Beneke, und ſeinem guten Schiffe, dem St. Peter von Danzig, theilen wir hier einiges mit. Die Kriegsflottenführer im Mittelalter waren ſelten eigentliche See⸗ leute; es waren Bürgermeiſter und Rathsherren der Städte, Kaufleute insgeſammt, die auf Handelsfahrten ihre Seettuͤchtigkeit gebildet hatten; wie das Kauffahrteiſchiff, mußte auch der Kauffahrer zur Zeit der Noth ſein friedliches Gewerbe mit dem Kriegshandwerk vertauſchen. Paul Beneke jedoch hatte ſich ganz dem Seeleben ergeben, und nachdem er auf andern Schiffen ſchon manche gute Fahrt gethan hatte, gewann er als Hauptmann ſeines letzten Schiffes, des St. Peter oder„des großen Krawels,“ eines in der Geſchichte der Hanſa hochberühmten Schiffes, ſeine beſten Lorbeeren.


