üſte, von Europäer 1. Er be h befindet auf Bruſt weit und fe an de ter Artie en Sporer
ucch einen rne Nade iſt. Das annes, mit nde gut zu
hHerlei an⸗ den. Aber nd ein an pel, kein en Abbi⸗ im Stand ſpphen des gewünſt
ichkeit d nen guten ie Fein der zwui den biſe zu machn m undd erehrun rrſtla
1 werde
Von Ernſt Freiherrn von Bibra. 473
Dieſe Gleichgültigkeit, wir wiſſen kein anderes Wort, gegen alle reli⸗ giöſen Ceremonien hat die eigenthümliche Folge, daß die Bemühungen der Miſſionäre ſcheinbar ſehr guten Erfolg haben. Der araucaniſche Indianer hört mit der Höflichkeit, welche er im Frieden gegen jeden Fremden äußert, ſehr aufmerkſam den frommen Vater an und willigt überraſchend ſchnell in den Vorſchlag, ſich taufen zu laſſen. Aber es kann ſein, daß nach einigen Tagen der Bekenner einer andern Confeſſton, der von der bereits ſtattgefundenen Bekehrung nichts weiß, ihm eine Bibel verehrt, nach einigen Umſchweifen ebenfalls das Taufen vorſchlägt und abermals den willigſten Täufling findet. Engliſchen Miſſionären, welche von der Küſte aus bei ihnen eindrangen und endlich die Erfahrung machten, daß die von ihnen Bekehrten bereits drei⸗ oder viermal getauft waren, gaben dieſe artigen Heiden zur Antwort, ſte fänden es unhöflich, den weißen Män⸗ nern, ihren lieben Gäſten, eine ſo unbedeutende Gefälligkeit abzuſchlagen.
Trotzdem, daß Cuecuban die meiſten Weiber regiert, nehmen doch die Araucaner gewöhnlich ſo viele Frauen, wie es ihre Vermögens⸗Verhältniſſe erlauben, und es kömmt nicht ſelten vor, daß ein und derſelbe Indianer ſich bei verſchiedenen Prieſtern mit all ſeinen Frauen hat trauen laſſen, ganz aus demſelben Grunde, aus welchem er die Taufe nicht abſchlug.
Als vor mehreren Jahren Engländer und Franzoſen gewiſſe Verband⸗ lungen in Betreff der an ihrer Küſte geſtrandeten Schiffe pflogen, waren ſie überraſcht, von den Häuptlingen auf einen Platz geführt zu werden, auf welchem drei alte mit Moos und Schlinggewächſen überzogene Kreuze ſtan⸗ den, und ihre Ueberraſchung ſteigerte ſich, als alle Indianer ihre Mützen abnahmen und die Häuptlinge ihnen in franzöſiſcher und engliſcher Sprache ſagten:„Eure Landsleute(die Spanier) richteten dieſe Zeichen auf und begrüßten ſie ehrerbietig. Keiner der Unſrigen hat ſie je beſchädigt oder entehrt, und wir begrüßen ſie jetzt ebenfalls, um euch ein Zeichen unſerer Achtung zu geben.“
Die zweite Eigenthümlichkeit der Araucaner, welche, wie wir ſagten, ſchwerlich bei einem andern Volk getroffen wird, iſt die, daß ſte keine Ge⸗ ſchichte und keine Tradition haben. Keiner ihrer tapfern Häuptlinge, welche ſie in den blutigen Kriegen der Vorzeit ſiegreich gegen die Europäer führten, lebt in ihrem Munde fort. Alle Einzelheiten jener furchtbaren Kämpfe ſind ihnen verloren gegangen, ſo genau ſte auch den Spaniern und Chilenen bekannt ſind, und ſie ſelbſt wiſſen nur, daß ſie ſtets ſiegten, und ſind der


