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Indeſſen ſeine Hand das letztere im Kampfe , ſeit ſein nacht, in iſſen, der ſeine Leute chem Wege Handwerk ibale,“ der zund Braus hefahr, abet Das Weib, das jede lickte, wenn wo der An⸗ Spitze von n bewaffnen dem Cvoiba⸗ de, und dab geamten und und die Klo⸗ unternahm, her auch en dar⸗
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Von Adolf Stahr. 19
um ihren Mann, der finſter und ſchweigſam ſeinen Geſchäften nachging, aber wie Einer, der an allem was er thut keine Freude mehr hat. Angela end⸗ lich— und das war für mich das Allerſchlimmſte— ſchien, ſeit das Un⸗ glück mit dem Annibale über uns gekommen war, wie umgewandelt. Ich habe Euch erzählt, wie ich bis dahin mit ihr ſtand. Ich liebte ſie noch immer, wie das Leben meiner Seele, aber mit ihr ſchien es anders geworden. Der Pa⸗ ter Ignazio hatte ihr das Unglück des Hauſes vorgeſtellt, als eine gerechte Strafe des Himmels für die Unfrömmigkeit ihres Vaters und ihres Bru⸗ ders, die nur geſühnt werden könne, wenn auch ſie ſich wie Rafaello dem Himmel weihe und den Schleier nehme. Daran war zwar jetzt weniger als jemals zu denken. Denn der Vater erfuhr kaum, was der Franziskaner ſeiner Angela in den Kopf geſetzt, als er dem Pater in einer Weiſe das Haus verbot, daß es ihn nicht gelüſtete gegen die Weiſung zu handeln, wenn ſchon darum der Verkehr mit den Frauen nicht ganz aufhörte. Aber eben⸗ ſowenig wollte Don Gaetano davon hören, wenn ich ihm vorſtellte, daß alles zu Ende ſein werde, wenn er mir Angela zum Weibe gebe, und ihn dringend beſchwor, es zu thun. Seine beſtändige Antwort auf meine Bitten lautete: ſo lange ſein Annibale nicht zurück ſei, ſolle kein Freudenfeſt gefeiert werden in ſeinem Hauſe.
Da faßte mich denn endlich die Verzweiflung und ich ſprach zu ihm: „wenn Ihr darauf beſteht, Oheim, daß der Annibale mein Brautführer ſein muß, und wenn Ihr mir nur dann die Angela geben wollt, ſo laßt mich ge⸗ hen und verſuchen, ob ich ihn herbringen kann!“ Das aber war gerade um die Zeit, als das Governo zum letzten mal auf die Verwendung des Vaters, der es ſich fortwährend viel Geld koſten ließ, dem Annibale einen Pardon zugeſagt hatte, wenn er die Waffen niederlegen und ſich in Poli⸗ caſtro ſtellen wolle. Don Gaetano ſah mich ſtarr an, aber er ſagte kein Wort. Ich kannte ihn indeſſen genug, um zu wiſſen, wie das gemeint war, und daß er mir nicht zuwider ſein werde. Es kam ihm wohl ſchwer an, mein Leben durch ſeine Zuſtimmung aufs Spiel zu ſetzen, das freilich bei ſolchem Unternehmen auf die eine oder die andere Weiſe Gefahr lief; und doch mochte er auch wieder dem Strahle von Hoffnung nicht entſagen, der ihm aus meinem Anerbieten aufleuchtete. So beſchloß ich denn den Verſuch zu wagen. Gott und die Heiligen wiſſen, daß ich dabei nicht allein an mich dachte und an mein Glück, ſondern auch an den Oheim, den ich täglich ſich verzehren
in ſeinem tiefen, ſchweren Herzeleide um ſeinen Erſtgebornen. Zufällig traf 9*


