Teil eines Werkes 
Band 2
Seite
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dings hat man verſucht, dieſe nützlichen Bäume in Auſtra⸗ lien und in Nordamerika einzuführen, wo die Kultur ohne Zweifel gelingen wird. Die ſchon länger bekannte Kork⸗ eiche iſt Quercus Suber Iin., die andere, nur an der atlantiſchen Küſte vorkommende Art Quercus occiden- talis Gayj. unterſcheidet ſich beſonders dadurch von der vorigen, daß ihre Früchte erſt im zweiten Jahre reifen.

Die Jahreszeit für die Gewinnung des Korks fällt in die Monate Juli und Auguſt; man macht zu dieſem Zwecke in die Rinde des Stammes ſowohl der Länge, als der Quere nach Einſchnitte bis auf die innerſte Schicht, oder den Baſt, klopft dieſelbe dann mit den Axtgriffen, um eine Ablöſung der äußeren Schichten zu bewirken, welche man durch Einführen der hölzernen Griffe vollends abhebt. Die abgelösten Korkſtücke beſitzen einen Dickedurchmeſſer von ¾ 3 und werden nun in gleichförmige Stücke zer⸗ ſchnitten; um ſie flach ausbreiten zu können, weicht man ſelben einige Zeit in Waſſer und preßt ſie dann durch Be⸗ ſchweren mit großen Steinen. Schließlich werden dieſe Platten über einem Kohlenfeuer etwas erhitzt, um eine Contraction der zu poröſen Stellen zu erwirken(weßhalb der rohe Kork auf der Oberfläche wie verkohlt ausſieht), und die Platten zu großen Ballen zuſammengebunden in den Handel gebracht.

Bei der Ablöſung des Korks vom Stamm hat man beſonders Sorge zu tragen, daß der Baſt nicht verletzt wird, indem ſonſt das Leben des Baumes beeinträchtigt oder min⸗

deſtens die nächſte Korkernte in Frage geſtellt wird, wäh⸗

zriger Vorſicht der Baum ſo wenig leidet, als

eim Scheeren der Wolle. In der Regel nimmt

rk das erſte Mal, wenn der Baum das Alter von 2530 Jahren erreicht hat; die zweite Ernte, welche in den meiſten Fällen ein weniger geringes Produkt liefert, als die erſte, erfolgt 8 10 Jahre nach der erſten, aber erſt die dritte Ernte, welche wieder 8 Jahre nach der zwei⸗ ten ſtattfindet, bringt einen ziemlich tadelloſen Kork, wel⸗ cher zur Fabrikation von Stopfern brauchbar iſt, während das Produkt der beiden erſten Einſammlungen dazu noch

zu porös iſt und zu geringeren Artikeln verarbeitet wird, tejo, und wo dieſe Eigenſchaft nicht ſchadet. Von dieſer Zeit an, raiollos,

Feierſtunden. 1865.

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mes nach ſich, weßhalb dieſelbe auch nur in Gegenden vor⸗ genommen wird, wo die Korkeichen ſehr reichlich vorhanden ſind, wie auf Korſika und in einigen Gegenden Spaniens und Sardiniens; beſonders geſchätzt iſt die ſardiniſche Rinde, welche ſehr dick und von tief rother Farbe, zur Zubereitung verſchiedener Lederſorten dient. In Italien findet dieſe Rinde faſt ausſchließliche Anwendung in der Gerberei, und Toskana allein liefert jährlich über 20,000 Centner; auch Irland verbraucht im Jahre 8 10,000 Tonnen(à 20 Centner), welcher Bedarf aus marokkaniſchen Häfen und zum Theil aus Sardinien gedeckt wird. Die Nachläſſigkeit in der Behandlung ihrer Korkbäume rächt ſich auch an den Bewohnern Toskana's und Sardiniens dadurch, daß ſie genöthigt ſind, ihre Korkſtopfer aus Frankreich zu beziehen, ſtatt durch Export von Kork ihre Einkünfte zu vermehren.

Der Korkhandel Portugals iſt in ſtetiger Zunahme begriffen; der Werth der jährlichen Ausfuhr beträgt bereits 10 Millionen Francs; die meiſten Korkbäume finden ſich in der Provinz Alentejo, aus deren Hafen von Sines der Export und zwar faſt ausſchließlich nach London, wo durch⸗ ſchnittlich per Tag 100 Centner an portugieſiſchen Stopfern verwendet werden, ſtattfindet, während auch Frankreich,

Amerika und Rußland einen Theil des portugieſiſchen Korks beziehen. Derſelbe ſteht zwar dem franzöſiſchen nach, iſt jedoch beſſer als der italieniſche; beſonders ſind es die thä⸗ tigen Bewohner von Algarbien, welche im Lande herum⸗ ziehend ſich mit dem Einſammeln des Korks befaſſen, den ſie nach den Küſtenplätzen roh transportiren und dort für den Export zurichten.

Seit Kurzem hat ſich in London eine Geſellſchaft ge⸗ bildet, welche beabſichtigt, den Korkhandel, welcher bisher nur in den Händen einzelner Firmen lag, ſyſtematiſch zu betreiben, zu welchem Zwecke ſie ſich bereits auf eine lange Reihe von Jahren das Monopol an den Hauptausfuhr⸗ plätzen geſichert hat; ſo beſitzt dieſelbe bereits das aus⸗ ſchließliche Recht auf die Einſammlung des Korks in 142 Wäldern, welche zum Theil 15 30,000 Korkbäume ent⸗ halten. Dieſe liegen in der portugieſiſchen Provinz Alen⸗ zwar in den Diſtrikten Montemor, Evora, Ar⸗ Eſtremoz, Poſtel, Vianna und Frontera. Dieſe

d. h. wenn der Baum ſo alt geworden iſt, daß man be⸗ Unternehmung iſt ohne Zweifel eine ſehr vortheilhafte, in⸗

reits dreimal den Kork abnehmen konnte, findet regelmäßig

dem der Verbrauch an Kork in England, beſonders ſeit

alle 78 Jahre eine Ernte vorzüglichen Korks ſtatt, in⸗- Aufhebung des früheren Eingangszolls von 8 Schilling

dem die Qualität und die Stärke der brauchbaren Rinden⸗

ſchichten mit dem Alter des Baumes zu ſteigen pflegt. Obgleich, wie bereits erwähnt, die Entfernung der fertigen Korkſtopfen ſchon im Jahre 1848 gegen 98,747 Pf.

iußeren Rindenſchichten der Korkeiche keinen Schaden bringt, Gewicht,

pr. Cwt.(= 109 preuß. Pfund) im Jahre 1845 bedeu⸗ tend geſtiegen iſt. Nach Simmonds betrug der Import an

1850 bereits 159,757 Pfund, 1861 aber bereits

ſo iſt dies keineswegs der Fall bei Ablöſung der innerſten 859,884 Pfund.

pder Baſtſchicht, welche wegen ihres großen Gerbſtoffgehalts ver gewöhnlichen Gerberlohe weit vorgezogen wird. Entfernung des Baſtes zieht gewöhnlich den Tod des

Die Portugal 4,634 Tonnen; aus Spanien 577 Bau⸗ andern

Im Jahre 1861 bezog England an rohem Kork aus

Tonnen, aus Ländern 140 Tonnen.

Rünſtliche Erzeugung von Edeſſteinen.

Becquerel, welcher ſeit 30 Jahren das große der Zroblem der Darſtellung von Mineralien und nur in der er bisher wirken ließ, hat er Ktatur vorkommenden Kryſtallen verfolgt und ſich dabei der hoher Spannung in erſetzenden und wieder verbindenden Wirkung ſehr ſchwacher er in wenigen Wochen, ja oft ſchon in wenigen Tagen

hat ſeit einiger Zeit einen an- daſſelbe erreicht, zu unerwar⸗ ten erzielt hatte. Anſtatt er dieſe ſtarken

lektriſcher Ströme bedient, eren Weg eingeſchlagen, welcher ihn bereits tten und überraſchenden Reſultaten geführt hat.

ſehr ſchwachen und kaum bemerkbaren Ströme, welche jetzt ſehr ſtarke Ströme von

Anwendung gebracht, mit deren Hülfe

was er ſonſt kaum nach jahrelangem War⸗ Die beiden erſten Subſtanzen, auf welche Ströme von hoher Spannung einwirken