und von Wach⸗
Ueberbleibſel von größeren Gebäuden thürmen.—
Was nun die Richtung des Walles von Lorch aus durch den Welzheimer Oberamtsbezirk betrifft, ſo finden ſich im Pfahlbronner Walde, unweit der Götzenmühle(dieſer Name hat mit dem römiſchen Alterthum nichts zu ſchaffen, ſondern kommt von einem ehemaligen Beſitzer her), die erſten Spuren derſelben in ſeiner nördlichen Richtung. Von da zieht er den Bergrücken hinauf nach Pfahlbronn, den Bimberlinsſtein— eine felſige Bergkuppe, welche ſich, der Volksſage nach, allmälig herumdrehen ſoll— zur Seite laſſend. Aus dem Walde auf das Pfahlbronner Feld ge⸗ treten, zieht ſich der Wall auf demſelben eine Strecke weit in ſichtbaren Spuren fort, bis ſich dieſe bei dem Orte ſelbſt verlieren, um weſtlich von demſelben wieder zu Tage zu treten. Nachdem er in nordweſtlicher Richtung neben der Landſtraße von Pfahlbronn nach Welzheim hingezogen, bricht er in der Nähe des Haghofes in einem ſtumpfen Winkel ab, geht von der Höhe hinab in's Thal und führt, ſeine frühere nördliche Bahn wiederholend, in immer ſichtbaren Spuren weiter durch die Wälder Birkich und Tann, von Strecke zu Strecke Ueberreſte von Wachhäuschen aufweiſend, bis auf die ſogenannten Burgäcker, wo durch die Kultur die Spuren des Walles vertilgt ſind. Wenn nicht ſchon die Benennung„Burgäcker“ auf eine vormals hier beſtan⸗ dene Niederlaſſung ſchließen ließe(denn das Wort„Burg“ bezeichnet häufig im Munde des Volkes einen alten, abge⸗ gangenen Ort überhaupt, nicht gerade eine eigentliche Burg), ſo ſprächen für eine ſolche die Grundmauern römiſcher Ge⸗ bäude von beträchtlichem Umfange, unter dem Boden, ſo⸗ wie die zufällige Auffindung von mehreren römiſchen Alter⸗ thümern, z. B. Lanzen, bronzenen Figuren u. a., nament⸗ lich aber von zahlreichen römiſchen Münzen. Solche wur⸗ den und werden übrigens nicht blos auf dieſem Platze, ſon⸗ dern auch an dem Walle und auf den Feldern und in den Wäldern, durch welche er zieht, in Menge gefunden. Die Bewohner der Gegend legen ihnen, wenn ſie von Bronze ſind, keinen Werth bei: ſie geben ſie als halbe Kreuzer aus. Manche dieſer Münzen habe ich auch an Röcken von Land⸗ leuten, durchlöchert oder mit einem Oehr verſehen, als Knöpfe prangen ſehen. Die ſilbernen werden gewöhnlich an Juden verkauft, welche ſie dann in die Schmelztiegel wandern laſſen. Auch goldene hat man ſchon gefunden. Während eines längeren Aufenthaltes auf dem Welzheimer
Walde wurden mir— nachdem bekannt geworden war, es ſei Jemand da, der alte Münzen kaufe— deren eine große
Anzahl gebracht. Die meiſten waren von Bronze, doch auch einige von Silber; die bei weitem größere Zahl der⸗ ſelben gehörte den Zeiten des Kaiſers Hadrian und der beiden Antonine an; die ſpäteſte war eine ſilberne von Kaiſer Probus.
Doch, um wieder auf die Burgäcker bei Welzheim zurückzukommen, ſo läßt der dumpfe Widerhall, welchen hier an einigen Orten der hart aufſchlagende Pflug her⸗ vorbringt, auf noch vorhandene Gewölbe ſchließen. Eine planmäßig begonnene und geleitete Ausgrabung dürfte hier vielleicht eine reiche Ausbeute von römiſchen Münzen und andern Alterthümern zu Tage fördern, ſowie auch nähere Aufſchlüſſe über den hier geſtandenen Römerort geben. Mag auch die auf der Peutinger'ſchen Tafel verzeichnete Römer⸗ ſtaiton„ad Lunam“(unter dieſem Namen wäre das Flüß⸗ chen„Lein“ zu verſtehen), nicht, wie die Meiſten wollen, hier geſtanden haben, ſondern vielleicht eher bei Pfahlbronn, als einem in militäriſcher Beziehung wichtigeren Punkte,
Feierſtunden. 1864.
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zu ſuchen, ſo ſcheint doch die römiſche Niederlaſſung bei Welzheim als Wohnort nicht ohne Bedeutung geweſen zu ſein. Doch, kehren wir nach dieſer Abſchweifung zum Wall ſelber zurück.— Von den Burgäckern zieht er ſich weiter über die ſogenannten Mühläcker bei der Stadt, wo neben andern römiſchen Alterthümern im Jahre 1802 ein Bruchſtück eines von Kriegern der XXII. Legion gewidme⸗ ten Altars gefunden wurde, und über die„Kapellentheile“ (ohne Zweifel ſo genannt von den hier einſt geſtandenen Wachhäuschen, Kapellen), und von hier wieder deutlich er⸗ kennbar an Seiboldsweiler vorüber nach Eckardsweiler. Von dieſem Orte geht er öſtlich an Hausmannsweiler vorbei, und über die ſogenannte Gläſerwieſe bis an den obern Rand des ſchroffen Thalabhanges gegen den Weidenhof, in der Nähe des Spatzenhofes. Am Thalrande verläßt der Wall die Hochebene des Welzheimer Waldes und geht über Schluch⸗ ten und Thäler am Weidenhofe vorbei, unweit deſſen er bald die nördliche Grenze des Bezirks Welzheim überſchreitet und Murrhardt zu zieht, und von da in das Hohenlohe'ſche ac. mit größeren und kleineren Unterbrechungen, bis er bei Cöln a. R. ſein Ende findet.
„Was nun noch die Benennung unſerer Grenzwehr be⸗ trifft, ſo führte dieſelbe ſchon im Alterthum nicht einen gemeinſchaftlichen Namen, ſondern, ſoweit ſie Rhätien deckte, hieß ſie limes rhaeticus, die rhätiſche Grenzwehr; ſoweit ſie aber das römiſche Obergermanien ſchützte, limes trans- rhenanus, die überrheiniſche Grenzwehr. Auch jetzt noch wird ſie an verſchiedenen Orten verſchieden benannt. Bald heißt ſie, wie ſchon bemerkt, der Pfahlgraben oder die Pfahlhecke, bald Schanze ſchlechtweg, bald Teufels⸗ mauer, bald Schweingraben. Die letzte Benennung rührt von der Sage her, ein Schwein und ein Hahn haben dieſen Wall, welcher ſich um die ganze Erde herumziehe, in einer Nacht zu Stande gebracht: das erſtere habe mit ſeinem Rüſſel die Erde aufgewühlt, der Hahn aber dieſelbe zurecht getreten; auf dieſe Weiſe ſeien Wall und Graben entſtanden. Es ſei aber kein„rechtes“ Schwein und kein „rechter“ Hahn geweſen, welche dieſes vollbracht haben, meinte bedeutſam der Waldbewohner, welcher mir dieſe Sage mittheilte, nicht undeutlich zu verſtehen gebend, der
Gott⸗ſei⸗bei⸗-uns habe hiebei ſelbſt ſeine Hand mit im Spiele
gehabt. Indeß lautet eine andere Verſion der Sage von der Entſiehung des Schweingrabens dahin: der Böſe habe ſich von dem Herrn ein Stück Landes ausgebeten, ſo groß, als er in einer Nacht mit einer Mauer oder einem Gra⸗ ben umgeben könne. Die Bitte ſei ihm gewährt worden, und nun habe er mit Hülfe— nach Andern in Geſtalt— eines Schweines das Werk der Umfriedung begonnen, ſei aber vor Vollendung deſſelben vom Tage überraſcht wor⸗ den, weßhalb er im Aerger über ſein mißglücktes Unter⸗ nehmen ſein Werk ſelbſt wieder zerſtört habe. In anderen Gegenden, namentlich in Bayern, aber auch in den Ober⸗ ämtern Ellwangen, Aalen und Gmünd, wenigſtens bis über Mögglingen hinaus, heißt die Linie Teufelsmauer (obgleich ſie, wie oben ſchon bemerkt wurde, keine Mauer iſt): ſei es auf den Grund einer der oben angeführten Sagen hin, oder weil das große Werk menſchliche Kräfte zu überſteigen ſchien, weßhalb es von dem Volke, ſeiner bekannten Gewohnheit nach, der Macht des Böſen zuge⸗ ſchrieben wurde, oder weil nach Einführung des Chriſten⸗ thums Heiden⸗ und Teufelswerke gleichbedeutend waren. Abgeſehen davon, daß in England ein ähnlicher Wall die Teufelsbank(Devils-banc) heißt, ſo findet ſich oben am Rande der ſchwäbiſchen Alp ein zweiter Wall, der auch
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