300 Feierſtunden. 1864.
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folgend, anderſeits von dem Einfluß des Caravaggio kungen des Caravaggio, in den ſpäteren mehr die zartere beherrſcht, in ſeiner Kunſtweiſe gewiſſermaſſen in der Mitte und anmuthigere Manier des Guido zu erreichen. So ſteht zwiſchen Guido Reni und jenem kecken Hauptmeiſter ſchwankt ſein Styl zwiſchen conventioneller Idealität und der Naturaliſten. Denn es ſind die von ihm dargeſtellten einer derben Wirklichkeit. Er verſteht es, eine impoſante Charaktere und Formen wahrer und lebendiger, als die des Aeußerlichkeit zu entfalten, man vermißt aber poetiſche In⸗ erſteren, edler und gewählter, als die des letzteren, und in tentionen, den tieferen Gehalt; ſeine Charaktere verrathen ſeinen früheren Werken ſucht er mehr die kräftigen Wir⸗ eine gewiſſe Kraft und Energie, aber ohne alle Großartig⸗
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Beaupréau
. im Departement Maine und Loire.
keit, ſeine Geſichtsbildungen ſind beſeelt, aber meiſtens ge⸗ deren Bilder des beinahe in keiner größeren Gemäldeſamm⸗ wöhnlich, ſeine Zeichnung iſt richtig, aber ohne Adel. Da⸗ lung fehlenden Meißters aus den verſchiedenen Perioden ſei⸗ gegen zeichnete er ſich vor den meiſten ſeiner künſtleriſchen ner Künſtlerſchaft in den europäiſchen öffentlichen und Pri⸗ Zeitgenoſſen durch eine außerordentliche Fertigkeit im Tech⸗ vatgallerien, würde bei der Menge von Gemälden, die Guer⸗ niſchen aus. Er wußte die Formen auf's Vortrefflichſte zu cino ausgeführt(Lanzi berichtet, man zähle von ihm, ohne modelliren und zu runden, führte den Pinſel in Oel wie die unendlich vielen Bildniſſe, Madonnen, halbe Figuren
ein Fresco mit ungemeiner Meiſterſchaft. und Landſchaften, 106 Altarbilder und 144 große Gemälde
Eine vollſtändige Aufzählung auch nur der bedeuten⸗ für Fürſten u. ſ. w. gemalt), viele Seiten einnehmen.


