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Feierſtunden. 1864.
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Mit mürriſcher und triumphirender Miene drückte Letzterer ſeine Ver⸗ achtung gegen uns Alle auf ſo beleidigende Weiſe aus, daß es zuletzt unerträglich wurde. Durch alle Abſtufungen ſeines Betragens beob⸗ achtete ihn Mr. Jaggers mit dem ſchon vorher bemerkten ſeltſamen Intereſſe. Drummle ſchien in der That eine beſondere Würze für ſeinen Wein zu ſein.
In unſerer knabenhaften Unbedachtſamkeit tranken wir wahrſchein⸗ lich zu viel Wein, denn es wurde außerordentlich viel geſprochen. Namentlich reizte uns eine plumpe, höhniſche Aeußerung von Seiten Drummle's, daß wir zu leichtſinnig mit unſerem Gelde umgingen. Mit mehr Eifer als Klugheit ließ ich mich dadurch zu der Antwort verleiten, daß die Bemerkung aus ſeinem Munde um ſo übler klinge, als er erſt vor wenigen Tagen in meiner Gegenwart von Startop Geld erborgt habe.
„Nun,“ verſetzte Drummle,„es wird bezahlt werden.“
„Ich will das nicht in Zweifel ziehen,“ entgegnete ich,„aber ich dächte, jener Umſtand ſollte dich bewegen, den Mund über uns und unſer Geld zu halten.“
„Du dächteſt ſo?“ erwiederte Drummle,„oh mein Gott!“
„Ich glaube,“ fuhr ich fort, in der Meinung, etwas ſehr Stren⸗ ges zu ſagen,„du würdeſt Keinem von uns Geld leihen, wenn wir deſſen bedürften.“
„Du haſt Recht,“ verſetzte Drummle,„keinen Schilling würde ich Einem von euch leihen,— Niemandem.“
„Dann iſt es um ſo ſchmutziger, unter dieſen Umſtänden zu er⸗ borgen, dünkt mich.“
„Dünkt dich?“ ſagte Drummle,„ach Gott!“
Dieſes Benehmen war für mich ſo empörend,— namentlich da ich gegen ſeine mürriſche Dummheit nichts auszurichten vermochte, — daß ich Herbert's Bemühungen, mich zu beruhigen, zurückwies und ſagte:
„Höre, Drummle, da wir einmal von dem Gegenſtande reden, ſo will ich dir ſagen, was zwiſchen mir und Herbert geſprochen wurde, als du jenes Geld erborgteſt.“
„Ich mag nicht wiſſen, was zwiſchen dir und Herbert geſprochen
worden iſt,“ brummte Drummle;„und ich glaube,“ fügte er noch leiſer hinzu,„wir könnten alle Beide zum Teufel gehen und uns gegenſeitig ſchütteln.“ „Aber ich will es dir dennoch ſagen,“ erwiederte ich,„ob du es wiſſen willſt, oder nicht. Wir ſagten, daß du, als du das Geld ſehr vergnügt in die Taſche ſteckteſt, innerlich darüber zu lachen ſchienſt, daß Startop. ſo ſchwach war, es dir zu leihen.“
Jetzt lachte Drummle, die Hände in den Taſchen haltend und die Schultern in die Höhe ziehend, uns gerade in das Geſicht, und gab damit deutlich zu verſtehen, daß meine Behauptung wahr ſei und daß er uns Alle für Eſel halte.
Nunmehr wandte ſich Startop an ihn, aber freundlicher, als ich es gethan hatte, und ermahnte ihn, nicht ſo unartig zu ſein. Da jedoch Startop ein lebhafter, einnehmender junger Mann war, und Drummle gerade das Gegentheil, ſo zeigte ſich Letzterer ſtets geneigt, jede Anſprache von ihm als eine perſönliche Beleidigung anzuſehen. Auf rohe, plumpe Weiſe antwortete er jetzt, und Startop verſuchte, dem Streite mit einer ſcherzhaften Bemerkung, über die wir Alle lachen mußten, ein Ende zu machen. Allein Drummle, der dieſe glückliche Wendung mehr als alles Andere übel nahm, zog, ohne eine Drohung zu äußern, die Hände aus der Taſche, fluchte, hob ein ſchweres Glas auf, und würde es unfehlbar ſeinem Gegner an den Kopf geworfen haben, wenn nicht Mr. Jaggers es ihm gerade im rechten Augenblicke aus der Hand geriſſen hätte.
„Meine Herren,“ ſagte Letzterer darauf, ruhig das Glas auf den Tiſch ſtellend und ſeine goldene Repetiruhr, mit der ſchweren Kette, aus der Taſche ziehend,„ich bedaure, Ihnen anzeigen zu müſſen, daß es halb zehn Uhr iſt.“
In Folge dieſes Winkes erhoben wir uns ſämmtlich, um zu
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gehen. Ehe wir die Hausthür erreichten, wandte ſich Startop freund⸗ lich an Drummle und nannte ihn„alter Junge“; allein der alte Junge war ſo wenig geneigt, darauf einzugehen, daß er nicht ein⸗ mal auf dem Heimwege nach Hammerſmith mit Startop auf derſel⸗ ben Seite gehen wollte. Herbert und ich, die in der Stadt blieben, ſahen ſie deßhalb auf verſchiedenen Seiten der Straße fortgehen, wäh⸗ rend Startop voran ſchritt und Drummle im Schatten der Häu⸗ ſer ebenſo hinter ihm nachſchlich, wie er in ſeinem Boote zu thun pflegte.
Da die Hausthüre noch nicht verſchloſſen war, ſo ließ ich Her⸗ bert dort einen Augenblick ſtehen, um noch einmal hinauf zu laufen und mit meinem Vormunde ein paar Worte zu ſprechen. Ich fand ihn in ſeinem Ankleidezimmer, von ſeinen Stiefeln umgeben, und ſchon damit beſchäftigt, ſich nach unſerem Beſuche zu waſchen.
Ich ſagte ihm, daß ich nur deßhalb noch einmal hinauf gekom⸗ men ſei, um mein Bedauern über den unangenehmen Vorfall aus⸗ zudrücken und ihn zu bitten, mir nicht die Schuld beizulegen..
„Bah!“ erwiederte er, ſein Geſicht badend und durch die Waſ⸗ ſertropfen ſprechend,„es iſt nichts, Pip. Ich mag die Spinne doch gern leiden.“
Er hatte ſich inzwiſchen mir zugewendet, blies die Wangen auf und trocknete ſich.
„Es freut mich, daß Sie ihn gern leiden mögen,“ erwiederte ich,„aber ich mag ihn nicht.“
„Nein, nein,“ bemerkte mein Vormund beiſtimmend,„laſſen Sie ſich nicht zu viel mit ihm ein. Bleiben Sie ihm ſo fern als möglich. Aber ich mag den Burſchen gern, Pip; er iſt einer von der rechten Art. Wenn ich ein Wahrſager wäre,—“
Plötzlich ſchaute er aus dem Handtuche hervor, und begegnete meinem Blicke.
„Doch ich bin kein Wahrſager,“ fuhr er fort, den Kopf wieder in das Handtuch ſteckend und ſich die Ohren reibend.„Sie wiſſen ja, was ich bin. Gute Nacht, Pip!“
„Gute Nacht.“
Ungefähr einen Monat ſpäter war die Zeit der Spinne bei Mr Pocket um, und zur Freude Aller im Hauſe, mit alleiniger Aus⸗ nahme von Mrs. Pocket, kehrte Drummle zu ſeiner Familie zurück.
Siebenundzwanzigſtes Kapitel.
„Mein lieber Mr. Pip!“
„Ich ſchreibe dieſe Zeilen auf Mr. Gargery's Wunſch, um Ihnen „anzuzeigen, daß er in Begleitung von Mr. Wopsle nach London „reiſen wird und ſich freuen würde, Sie ſprechen zu können. Er „wird ſich am nächſten Dienſtag, früh um neun Uhr, in Barnard's „Hotel einfinden, und wenn es Ihnen nicht gelegen ſein ſollte, ihn „zu ſehen, ſo läßt er Sie bitten, es ihn wiſſen zu laſſen. Ihre arme „Schweſter iſt noch immer in demſelben Zuſtande wie damals, als „Sie abreisten. Jeden Abend ſprechen wir von Ihnen in der Küche, „ſowie von dem, was Sie muthmaßlich thun und ſagen. Sollte „ich mir zu viel Freiheit herausgenommen haben, ſo entſchuldigen „Sie es um vergangener Zeiten willen. Nichts weiter, lieber Mr. „Pip, von
Ihrer treu ergebenen Dienerin Biddy.“
„P. S. Er bittet mich, beſonders noch zu fragen, welche „Späſſe, und ſagt, Sie würden es ſchon verſtehen. Ich hoffe, es „wird Ihnen nicht unangenehm ſein, ihn zu ſehen, obgleich Sie jetzt „ein Gentleman ſind, denn Sie hatten ja immer ein gutes Herz, und „er iſt ein braver Mann. Ich habe ihm Alles vorgeleſen, mit allei⸗ „niger Ausnahme des letzten kleinen Satzes, und er bittet mich, noch „einmal zu fragen,— welche Späſſe?“
Ich erhielt dieſes Schreiben am Montag früh durch die Poſt,
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