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heiligen Haupte ſeines Vaters gefrevelt hatte, war von Gott nicht mit Kindern geſegnet worden.
Aber das Reich war zerrüttet, die Fürſten uneinig, das kaiſerliche Anſehen durch die unnatürlichen Kämpfe zwiſchen Vater und Sohn geſchwächt. Heinrich bedurfte der Stützen. Für den Schutz, den er ihren unmündigen Söhnen gewähren wollte, verlangte er, daß auch die Schwe⸗ ſter als ſeine Bundesgenoſſin für ihn wirke.
Noch im Wittwenſchleier, die Züge vom Gram ge⸗ bleicht, war Agnes von hinreißender Schönheit. Der junge Markgraf Leopold von Oeſtreich, der Babenberger genannt, hatte ſie am Hofe des Kaiſers geſehen, und die vielgeprüfte Frau ſchien ihm begehrenswerther als die Fürſtentöchter
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(Zu Se
ihrem Schmerze zu leben, ihren Söhnen, ihrem Bruder und Leopold, dem wackern Fürſten, der nur in ihrer Hand das Glück ſeines Lebens zu finden glaubte.
So zog ſie aus Schwaben hinweg, an das ihr Herz gekettet war durch Glück und Schmerz, aus dem Lande, da Friedrich in der ſtillen Gruft ruhte. Sie bewährte, daß ſie neben dem an Liebe unerſchöpflichen Gemüthe ihrer Mutter das ſtarke Herz des Vaters geerbt hatte, denn ſie lebte noch über drei Jahrzehnte durch an Leopolds Seite, geliebt und geſegnet als treue Gattin, als weiſe Fürſtin, als aufopfernde Mutter: ſie hatte dem Markgrafen zehn Kinder geboren und ſorgſam erzogen. So wurde ſie die Stammmutter eines zweiten Heldengeſchlechts, der Baben⸗ berger.— Die beiden letzten Sproſſen dieſer beiden ihr entſtammten Geſchlechter, der Hohenſtaufen und Babenber⸗ ger, waren die vielgeprieſenen Heldenjünglinge und Freunde,
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nden. 1864
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alle, die im Glanze heiterer Jugendlichkeit ſtrahlten. Der Kaiſer ſchenkte der Werbung Beifall, denn er gewann da⸗ durch den heldenmüthigen Markgrafen zum Anhänger. Und Agnes? Der Mann ihrer Jugendliebe lag im Grabe; wie konnte ein Anderer ſein Bild aus ihrem Her⸗ zen verdrängen? Aber Friedrichs und ihre Söhne bedurf⸗ ten des Kaiſers mächtigen Schutz und dieſer verlangte von ihr dafür das Opfer ihrer Hand für Leopold. Leichter
möchte es ihr geworden ſein, in der Stille des Kloſters
ihren Erinnerungen und der Hoffnung der einſtigen Wie⸗ dervereinigung mit dem Geliebten zu leben. Aber Agnes war die Tochter Berthas, der aufopferndſten, nie ſich ſelbſt lebenden Frau. Auch ſie opferte jetzt das wehmüthige Glück,
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7) M, ſ)
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Conradin von Hohenſtaufen und Friedrich von Oeſtreich,
die zuſammen 1268 den Tod auf dem Schaffote in Neapel fanden.
Hinter ihr als ein ſonniger Traum lagen die achtzehn Jahre, die ſie an Friedrichs Seite auf dem herrlichen Hohenſtaufen verlebt hatte; aber ſeine Söhne ſah ſie des Vaters werth erblühen, ſah die deutſche Krone auf dem Haupte ihres Sohnes Conrad, ſah auch in ſeiner Jugend Friedrich den Rothbart, ihren Enkel vom älteſten Sohne, den künftigen Kaiſer, den größten der Hohenſtaufen.
Erſt 1143, betagt, zum zweitenmale verwittwet, wurde Agnes durch den Tod wieder mit dem Gemahl ihrer erſten Liebe, mit Friedrich, mit dem treuen Gefährten ihres ſpä⸗ teren Lebens, Leopold, vereinigt. Unermüdet in Liebe und Treue, vielgeliebt und geſegnet, gleicht ſie der immergrünen
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