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wedung Berufene in's Gaſthans. Nun ward ihm die Wette mitgetheilt. Einer der Herren hatte darauf pa⸗ rirt, daß der Stefansthurm, falls einmal ein ſo großer Wind ginge, daß er umfallen müßte, nach rechts fallen würde. Der andere Wettende hatte behauptet, der Thurm würde nach links fallen.— Nun machte der Schieds⸗ richter eine ernſte nachdenkliche Miene und erklärte: „Auf jeden Fall kann die Wette weder früher verloren, noch gewonnen werden, bis wirklich einmal ein ſo ſtar⸗ ker Wind geht. Dann würde es ſich zeigen, wohin der Thurm fällt, und wer die Wette zu bezahlen hat.“ Bis dahin iſt der Wirth, der den Champagner hergegeben hat, auf die Bezahlung zu warten verpflichtet.
Man erzählt ſich in Paris folgendes tragikomiſche Abenteuer. Gräfin L. off ſchlug zwei jungen Leuten, die ſie mit Wiſſen und Einverſtändniß ihres Gemals in's Theater begleitet hatten, nach Beendigung des Stückes vor, ein Hallenſouper einzunehmen. Die Hal⸗ lenſoupers ſind ordinär und langweilig; aber einige phantaſtiſche Schriftſteller haben ſie mit den anziehend⸗ ſten Farben geſchildert. Die Neugierigen, welche, dieſen Schilderungen auf das Wort glaubend, ſich hinzugehen verleiten ließen, hüten ſich wohl einzugeſtehen, bis zu welchem Grade ſie myſtificirt wurden. Sie ſagen den Andern:„Geht hin, es läßt ſich einmal anſehn, wir be⸗ reuen unſern Gang nicht.“— Und ſo macht ein Narr zehn andere. Die Ritter der Dame, welche die Halle nur dem Namen nach kannten, nehmen mit Freude und ohne die geringſte Einwendung den Vorſchlag an. Der Wagen hält vor einem Hauſe voll Lärm, Blouſen und Gezänk. Man bringt die Geſellſchaft mehr über eine Leiter als über eine Stiege in ein Zimmer des fünften Stockes; aber wie ſieht es hier aus! das Tiſchtuch voll Flecken, die Mauer feucht, die Seſſel ſchmutzig; aus den anſtoßenden Zimmern vernimmt man Redensarten, die durch Schläge markirt werden. Bei dieſen überraſchen⸗ den Eindrücken, welche Geſicht, Geruch und Gehör nicht ſonderlich angenehm afficiren, hatte unſer Trio ſchon gute Luſt, ſich unſichtbar zu machen, aber es will Nie⸗ mand das Zeichen der Flucht geben. Man verſuchte zu lachen— wie die Feiglinge ſingen— und verlangte Auſtern. Mittlerweile erfolgte in den Zimmern links und rechts ein Waffenſtillſtand. Man bringt die Auſtern und meldet:„Die Polizet““ Die Polizei iſt an dieſen Orten nichts weniger als ungewöhnlich. In der That tritt ein Polizeiſergeant mit ſeiner Begleitung ein und verlangt von der Gräfin, die er mit„meiune Kleine“ anſpricht, die Papiere.— Natürlich hatte die Gräfin nicht die Gewohnheit, ihren Heimatſchein bei ſich zu tra⸗ gen. Die Polizei beſteht darauf; die jungen Leute pro⸗ teſtiren:„Sie irren ſich, es iſt die Gräfin L.. off.“ „Ich kenne das,“ erwiedert der Agent.„Wenn man ſeine Papiere nicht in Ordnung hat, ſo iſt man gleich Gräfin. Das iſt bekannte Sache!“ Es half keine Wider⸗ rede, die Gräfin wurde auf die Polizeipräfektur geführt und mußte daſelbſt die Nacht in Geſellſchaft von fünf oder ſechs weiblichen Weſen zubringen, die eben nicht zur gewählten Geſellſchaft gehörten. Erſt am Morgen darauf wurde die Gräfin durch ihren Mann reklamirt und befreit. Sie hatte nichts eiligeres zu thun, als ein Bad zu nehmen und— nach Italien zu reiſen.
Vor einigen Wochen hat in Berlin eine höchſt inter⸗ eſſante Wette ſtattgefunden. Der durch die Naturwahr⸗ heit ſeines prächtigen Baumſchlages bekannte Landſchafts⸗ maler Joſef Firmenich traf nämlich in einem dortigen Hotel mit dem Chef eines Champagner⸗Hauſes zuſam⸗ men. Gegenſtand der Unterhaltung war bald die Kunſt. Der Kaufmann wußte von den herrlichen Leiſtungen ſeiner Landsleute viel zu erzählen, namentlich aber rühmte er die Schnelligkeit, mit der ſie ihre Werke auf diß Leinwand zauberten.„Ganz recht,“ entgegnete Fir⸗
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menich in ſeiner großen Lebendigkeit,„ſchnell malt der Franzoſe; aber dann iſt's auch liederlich, was er gemalt. Kommen Sie mit, ich will Ihnen zeigen, daß auch der deutſche Künſtler ſchnell zu malen im Stande iſt; immer wird aber das, was er auf die Leinwand wirft, korrekt ſein.“ Man einigte ſich dahin, daß Firmenich eine Eiche malen ſollte, während der Kaufmann eine Regalia rauchte. Einige Körbe Champagner waren der ausgeſetzte Preis. Sofort begab man ſich in Begleitung einiger Zeugen, die meiſt dem Künſtlerſtande angehörten, nach Firme⸗ nich's Atelier. Der Künſtler ſetzte ſich an ſeine Staffelei, der Franzoſe brannte ſeine Zigarre an, eine Uhr wurde auf den Tiſch gelegt. Mit Blitzesſchnelle flogen nun die Farben auf die Leinwand von einem Fuß Länge, und gerade in einer Stunde war das genial ausgeführte Bild, eine wundervolle Steineiche in einer ſonnigen Landſchaft, fertig. Jubelnd riefen die Zeugen:„Ge⸗ wonnen!“ Der Künſtler nahm das Bild und über⸗ reichte es dem Franzoſen mit den Worten:„Ich mache Ihnen mit dieſem Bilde ein Geſchenk; kehren Sie in Ihre Heimat zurück, dann zeigen Sie es den franzöſi⸗ ſchen Künſtlern und ſagen Sie ihnen: das hat ein deut⸗ ſcher Künſtler in Einer Stunde gemalt!“
Mazarin war ein leidenſchaftlicher Spieler. Selbſt auf dem Krankenbette vermochte er der aufregenden Un⸗ terhaltung mit den Karten nicht zu entſagen. Frau v. Motteville redet dem Kardinal nach, er habe die im Spiel gewonnenen Goldſtücke auf ſeinem Schmerzens⸗ lager eigenhändig gewogen und die leichten davon ab⸗ geſondert, um ſie wiederum im Spiel zu verwenden. Von der Spielwuth überhaupt, welche die franzöſiſche Geſellſchaft zur Zeit Mazarin's beherrſchte, führte Rénée die folgenden aus Tauſenden jener Epoche gewählten Züge an:„Gourville nahm dem Herrn von Fouquet in einer halben Stunde 55,000 Franken ab. Herr von Crequi verlor an einem Abend 300,000 Franken und bezahlte nur die Hälfte der Summe. Der Marſchall von Eſtrees, der beim Spiele leicht aufbrauſte, verlor eines Abends bei ſich 100,000 Franken. Dabei entdeckte er eine zum Ueberfluß angebrannte Kerze, ließ dieſe aus⸗ löſchen und ſchrie über die Verſchwendung ſeiner Die⸗ nerſchaft. Der königliche Prinz, der damals den Titel: „Monſieur“ führte, verlor 300,000 Franken gegen Dan⸗ geau und Langlée. Um zu bezahlen, verkaufte er ſein goldenes Geſchirr und ſeine Edelſteine. Endlich gewann der König ein Mal im Bette liegend 2700 Piſtolen, und wir wiſſen, daß ein Abbé de Gordes nur dadurch be⸗ kannt geworden, weil Ludwig XIV. 150,000 Franken an ihn verlor.“ Dabei ging es nicht einmal ehrlich zu. In den verſchiedenen Denkwürdigkeiten, denen obige No⸗ tizen entlehnt ſind, iſt wiederholt von„Mogeleien“ die Rede. Ein Spieler von Rang unterrichtete den andern in den Künſten des Betruges. Auf die letzten, hieß es, müſſe man ſich verſtehen, um vor der Unredlichkeit An⸗ derer geſchützt zu ſein. Schimpfworte fehlen nicht, wo⸗ durch Grafen und Marquis als Schelme, Diebe und Gauner bezeichnet werden. In dem Verfahren, welches von einer Herzogin de la Ferté erzählt wird, iſt ſogar etwas wie Humor. Eine Dame ſchreibt davon in ihren Memoiren:„Die Herzogin de la Ferté ließ ihre Liefe⸗ ranten, Schlächter, Bäcker u. ſ. w. in ihrem Hotel zu⸗ ſammenkommen, hieß ſie, ſich um einen Tiſch herum⸗ ſetzen und ſpielte mit ihnen eine Art Landsknecht. Sie ſagte mir dabei in's Ohr:„Ich betrüge ſie,— aber nur darum, weil ſie mich beſtehlen.“ Auf dieſe origi⸗ nelle Weiſe verſuchte die Herzogin den Betrag ihrer Rechnungen herabzuſetzen.“


