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Julius Ebersberg: Lieutenant Franziska Scanagatta,
Oeſterreichs Amazone. 43
Vater dringend ermunterte, dem jungen Studenten zu erlauben, daß er fortfahren dürfe, den Lehrvor⸗ trägen in der Akademie als Frequentant anzuwoh⸗ nen, wobei er Don Giuſeppe verſicherte, daß „Franzesko“ was Aufführung und Fleiß betrifft, einer der beſten Schüler der Anſtalt ſei und ihm vorherſagte, daß er eines Tages die Zierde und der Ruhm derſelben werden dürfte. Endlich von den unaufhörlichen Bitten der Tochter und den dringen⸗ den Aufforderungen des Doktors erweicht, geſtattete Don Giuſeppe, deſſen Vatergefühle außerdem der kühne, ſchon ſo weit gediehene Plan ſeines Mäd⸗ chens ſchmeichelte, daß Franziska ihre Verklei⸗ dung beibehalten, ihre Studien fortſetzen und ſich endlich den Prüfungen unterziehen dürfe, um nach Vorſchrift unter die Zöglinge, welche die Akademie frequentirten, aufgenommen zu werden.
Als Franziska die ſo heiß erbetene Einwil⸗ ligung ihres geliebten Vaters erlangt hatte, begann ſie den Unterricht in der Akademie mit 1. Juli 1794 zu genießen und zeichnete ſich vom erſten bis zum letzten Tage ihres Aufenthaltes in dieſer Anſtalt durch ſchnelle Auffaſſung und vollkommene Aneignung der verſchiedenen und ſchwierigen Unterrichtsgegenſtände aus, deren Erlernung die jener Akademie angehö⸗ renden Zöglinge ſich angelegen laſſen ſein müſſen, um der kaiſerlichen Gnade ſich würdig zu erweiſen, als Offiziere in die k. k. Armee ausgemuſtert und der Gelegenheit theilhaftig zu werden, auf den Schlacht⸗ feldern den Lorbeer erringen zu können.— Fran⸗ ziska Scanagatta wollte dieſes Ziel gleichfalls erreichen und widmete ſich daher mit dem uner⸗ müdlichſten Fleiße den Studien, ſie machte ſich mit ſeltener Leichtigkeit die deutſche, franzöſiſche und eng⸗ liſche Sprache eigen, dann unterzog ſie ſich dem Studium ſowohl der Wiſſenſchaft, die Waffen an— zufertigen, als der Kunſt, ſie tüchtig zu gebrauchen, ebenſowenig war ſie beim Exerciren zu ermüden und wußte in den verſchiedenen Reglements der In⸗ fanterie und der Reiterei vorzüglich Beſcheid; dabei gewann ſie bei ihrem unermüdlichen Fleiße noch Zeit, in das Gebiet der mathematiſchen Wiſſenſchaften tief einzudringen, welche für einen Offizier, der raſcher emporkommen und ſchnell eine höhere Rangſtufe er⸗ reichen will, ganz und gar unentbehrlich ſind.
Zwei Jahre waren verfloſſen, ſeit ſie ſich in dieſe ſo ernſten und wichtigen Studien vertieft hatte, ohne daß ſie nur einen Augenblick Reue über den von ihr gefaßten Entſchluß gefühlt oder ihr uner⸗ müdlicher Eifer und anhaltender Fleiß abgenommen hätte, welche jene militäriſche Hochſchule von Allen zu fordern berechtigt iſt, die ihr anzugehören das Glück genießen. Noch heut zu Tage leben an ver⸗ ſchiedenen Orten der Monarchie alte Krieger, die Franziska Scanagatta's Kameraden in der Akademie waren; ich hatte Gelegenheit, einige die⸗ ſer ehrwürdigen Veteranen in Mailand kennen zu lernen und ſo nahm ich mehrmals Anlaß, den einen oder den andern dieſer alten Haudegen über Fran⸗
ziska zu ſprechen; Alle verſicherten, daß Keiner von ihnen jemals auch nur den Schatten eines Verdach⸗ tes bezüglich des Geſchlechtes ihres Mitſchülers ge⸗ hegt habe, der ſich durch die Leichtigkeit, Gewandt⸗ heit und Mannhaftigkeit ſeiner Bewegungen ſtets vortheilhaft auszeichnete. Die zugerittenen Hengſte gehorchten, nicht ahnend, daß eine zarte weibliche Hand ihre Bewegungen leite, gelehrig und ſanft, ſei es, daß Franziska durch einen ſcharfen Gebrauch des Zügels ihren Uebermuth in Schranken hielt, oder daß ſie die ihr allzu wenig lebhaften Pferde durch einen Druck des Schenkels oder der Sporen anfeuerte.
Schwierig, gefahr⸗ und dornenvoll war in der That das Unternehmen, dem Fr anziska Sca⸗ nagatta ſich unterzogen hatte und das durchzu⸗ führen ſie mit einer heldenmüthigen Ausdauer feſt beharrte.— Es hatte ſich für ſie um nichts Ge⸗ ringeres gehandelt, als den Frieden eines ſtillen Fa⸗ milienlebens, die Ruhe eines Kloſters mit dem Ge— räuſche des Krieger⸗ und Feldlebens zu vertauſchen, und dieſen ungeheuren Schritt unternahm ein jun⸗ ges Mädchen von zarter Geſundheit, das unter ſorg⸗ ſamer Pflege aufgewachſen war und eine der Be⸗ ſtimmung ihres Geſchlechtes angemeſſene Erziehung erhalten hatte. Von den Annehmlichkeiten der Fa⸗ milie, von den Liebkoſungen der Eltern— welch' ein Schritt zu der einfachen, ſpartaniſchen Lebens⸗ weiſe einer Jugend, die ſich dem Soldatenſtande widmet und die daher angehalten werden muß, allen Entbehrungen, welche der Krieg in ſeinem Gefolge hat, ſich zu fügen; Wohuung, Kleidung, Speiſe, kurz Alles bis auf's Kleinſte herab, veränderte ſich und zwar mußte es ſich aus Weichheit in Härte, aus Zartheit in Rauheit, aus Sanftmuth in Ernſt und Strenge verwandeln; aber unicht darin allein beſtand der dornenreiche Theil jenes Unternehmens, welches Franziska auszuführen ſich vorgeſetzt hatte, die überwiegend größere Schwierigkeit lag unſtreitig immer darin, ſo unzählig vielen forſchenden und ſcharfen Blicken ihr Geheimniß zu verbergen.
Am meiſten verdient daher Franziska's Schlauheit unſere Bewunderung, mit der ſie ihr Geſchlecht vollkommen und durch ſo lange Zeit zu verheimlichen wußte; ſie hatte dasſelbe nicht allein einem Arzte, einer lebhaften, aber mit militäriſchen Uebungen beſchäftigten oder durch lärmende Vergnü⸗ gungen zerſtreuten Kameradſchaft, ſondern, was weit mehr und wohl das Aergſte war, ſcharfblickenden Frauen zu verbergen, Frauen, mit denen ſie in Vertraulichkeit lebte, und es gelang ihr ſo gut, daß in denſelben nicht einmal der leiſeſte Verdacht auf⸗ ſtieg, der ihre angeborene Neugierde ermuntert und ſie angeſpornt hätte, ſich über das Geſchlecht eines Hausgenoſſen Aufklärung zu verſchaffen, deſſen zu⸗ rückhaltendes und vielleicht hie und da geheimniß⸗ volles Benehmen ſicherlich in ihnen irgend einen Argwohn erwecken mußte. Es iſt dieß ein Wunder, das man auf zwei Arten erklären kann, indem man entweder annimmt, daß der junge Kadet ſich eine
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