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und das Hohle des menſchlichen Treibens in Berührung
und Wechſelſpiegelung zu bringen.
Und
Dichter in ſeinem alten Widerwillen gegen
weſen ſich durch den Blick des Weltmannes ſo trat er gerade mit dieſem Eifer auch in
wenn ſo der alles Schein⸗ beſtätigt fand, den Gefühls⸗
kreis der vom ganzen Scheinleben ſich eben ablöſenden Alice willkommen ein.— Ja, rief er einmal in ſeiner alten, lebhaften Weiſe, die Welt wird ſtets durch äußern
Schmuck berückt.
der Schein.
ein Schutz des Rechtes?
Selbſt in Staat und Kirche herrſcht Oder, wäre denn der Themis Augenbinde Erſchleichen nicht Betrug und
Unrecht durch ſüße Heuchlerſtimme einen günſtigen Spruch? Und in der Kirche,— wo gäbe es einen Irrwahn, den ein ehrbar Haupt nicht heiligte und mit frommen Sprü⸗
chen ſchmückte?
Es findet ſich kein Laſter in der Welt,
das nicht von irgend einer Tugend die trügeriſche Miene, die täuſchende Geberde annehmen könnte. muth! Wie manchem Feigling, der im Andrang der Ge⸗
fahr ſich halten würde, wie es doch, ſein Milchgeſicht mit mit dem Barte des Herkules,
Und Mannes⸗
Spreu im Winde, gelingt dem Auswuchſe der Kraft, des finſtern Mars heraus⸗
zuputzen! Und freut ihr euch der Frauenſchönheit, ſo ſeht euch vor, wieviel Gekauftes ſie an ſich hat, und was von ihren Zaubern ſie nicht der ehrlichen Natur, ſondern
täuſchender Kunſt verdankt.
Jene Schönheit, die das
Herz ſo locker macht durch Das, was locker ihr um Hals
und Schläfe ſpielt.
Denn dieſe Liebeslöckchen, jetzt von
muthwilligen Lüften umgaukelt, ſind ſie nicht auf fremdem Kopf gewachſen, der bereits im Grabe modert? Ja, ſteure
nur, du tolle Jugend, auf dieſem ſchlimmen See des


