Jahrgang 
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Lebens der trügeriſchen Küſte zu! Und ihr Hochweiſe, ihr ernſte Narren, müht euch nur um den aus Dunſt ge⸗ wobenen Schleier ab, mit dem der leichtfertige Tag die Scheinwahrheit hinter lockende Falten verſteckt!

Auf dieſem Höhepunkte ſeines Lebens angelangt, em⸗ pfand William in ſchlafloſen Nächten den Drang, die großen innern Anſchauungen, die im Verkehr mit der edeln Familie immer lebendiger in ihm wurden, drama⸗ tiſch zu geſtalten. So ſagte er eines Abends beim Ab⸗ ſchiede von Alicen: Ich habe eine ganze Bruſt voll Tra gödien und ſuche nur das Neſt, worin ich ſie ausbrüte. Worauf die Kranke lächelnd erwiderte:

Mein Bruder wird Euch ein Neſt bereiten. Wir er⸗ warten ihn morgen von ſeiner geheimnißvollen Reiſe zu⸗ rück. Stellt Euch ja morgen Abend ein, ihn mit uns zu empfangen!

Als William am folgenden Abend erſchien, fand er das Haus fröhlich bewegt. Southampton empfing ihn mit einer Umarmung. Freue dich mit mir, mein Her⸗ zensfreund! rief er aus. Eben habe ich der Königin Zu⸗ ſtimmung zu meiner Vermählung erhalten. Und denke dir, woher mir der ſo friſch blühende Myrthenkranz für meine Eliſabeth zugefallen iſt: aus jener ledernen Brief⸗ raſche, deren Inhalt ich dir ein andermal mittheilen will.

In dieſem Augenblicke trat Alice aus einem Seiten⸗ zimmer; ein jugendlich friſches Mädchen an der Hand. Wie ſich William begrüßend umwendete, ſprang ihm ſein ſchlankes Sannchen in die Arme. Ein Freudenruf des

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