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der Schenkwirth ihm die Ereisniſſe dieſes Vormittags mit und bat ihn um ſeinen Rath.
„Das dürft Ihr nicht auf die lange Bank ſchieben,“ ſagte Gabel, als ſein Freund ſchwieg.„Friſche Fiſche, gute Fiſche.“
„Ihr ſeid alſo auch der Meinung, daß ich direkt dem Wucherer zu Leibe gehen müſſe?“
„Sofort!“
„Er wird leugnen.“
„Laßt Euch dadurch nicht zurückſchrecken, droht ihm mit ſo⸗ fortiger Verhaftung, er wird ſchon klein beigeben. Ich wollte, ich könnte Euch begleiten.“
„Thut es.
„Ich kann doch meinen Salon nicht ſchließen.“
„Ich vergüte Euch den Schaden,— wie hoch ſchätzt Ihr ihn?“
„Na, einen Thaler—“
„Ich, gebe Euch zwei, kommt mit, Ihr könnt beſſer reden, wie ich.“
Der Barbier nahm den Vorſchlag an.
Er ſchloß die Thüre und folgte ſeinem Freunde, der den Weg zum Hauſe des Wucherers einſchlug.
Bertram Schenk fühlte jetzt eine Armee in ſeiner Fauſt, er war überzeugt, daß der Barbier im geeigneten Augenblick das Wort ergreifen und den Wucherer niederſchmettern würde.
Zweiundachtzigſtes Kapitel.
Abgetrumpft!
Jakob Herz war entſchloſſen, die Stadt Köln für immer zu verlaſſen, und er würde dieſen Entſchluß längſt ausgeführt haben, wenn ſeine Habſucht ſich mit dem Verluſt ſeiner unbedeutenden Forderungen hätte befreunden können.
Der Wunſch, dieſe Forderungen vorher einzukaſſiren, der Vorſatz keinen Pfenning ſeines meiſt unredlich erworbenen Geldes in Stich zulaſſen, hielt ihn noch immer zurück, trotzdem er ſich ſagen mußte, daß jeder Tag ihm die Entdeckung ſeiner Verbrechen bringen konnte.
Aber er dachte nicht einmal an dieſe Gefahr; wenn eine Gefahr ihm drohte, ſo glaubte er ſie anders wo ſuchen zu müſſen.


