„Hieß der Schreiber nicht Bernhard Schenk?“ forſchte der Schenkwirth.
„Ganz recht.“
„Na, er wird eine andere Stelle gefunden haben.“
Der Küpermeiſter ſchüttelte den Kopf und nahm eine zweite Priſe.
„Wer bei dem in Dienſt geſtanden hat, der kommt bei ehr⸗ lichen Leuten nicht mehr unter,“ ſagte er.
„Das iſt traurig für den armen Teufel,“ erwiderte Bertram Schenk,„unter ſolchen Verhältniſſen wird er natürlich immer tiefer ſinken.“
„Verſteht ſich, er treibt ſich jetzt in den Schenken umher.“
„In den Schnapskneipen?“
„Natürlich.“
„Hm, hm— habt Ihr ihn vielleicht ſchon getroffen?“
„Im Schnapskaſino mehrmals, weshalb fragt Ihr?“
„Na, ich meine nur,“ ſagte der Schenkwirth ausweichend, „vielleicht könnte man etwas für ihn thun.“
„Für den?“ erwiderte der Küpermeiſter geringſchätzend.„Das Geld wäre weggeworfen.“
„Na, wenn das iſt, ſo denken wir nicht weiter daran, alſo ſorgt, daß ich die Fäſſer erhalte.“
Bertram Schenk war mit dem Reſultate dieſes erſten Schritts ſehr zufrieden.
Er wußte, daß der Schreiber nicht mehr im Dienſte des Wucherers ſtand, das erleichterte nach ſeiner Anſicht ihm die Sache.
War der Schreiber mitſchuldig, ſo mußte er durch Drohungen eingeſchüchtert werden, war er nur ein willenloſes Werkzeug ge⸗ weſen, ſo konnte man ihn durch Verſprechungen gewinnen.
Aber es war noch ſehr fraglich, ob er den Schreiber heute Abend fand, mehrere Tage konnten verſtreichen, ehe ihm dies ge⸗ lang, und wer bürgte dafür, daß Jakob Herz nicht ſchon jetzt durch ſeine Spione unterrichtet war?
Der Advokat hatte dieſe Beſorgniß nicht beachtet, und doch erſchien es faſt unzweifelhaft, daß der Wucherer drüben in Braſilien einen Verbündeten gehabt hatte, der wahrſcheinlich ſich noch dort befand.
Da war es unter allen Umſtänden rathſam, wenn man raſch zu Werke ging, der Brief des Konſuls mußte ja dem Verbrecher gegenüber als Beweis genügen.
Bertram Schenk blieb ſtehen, um zu überlegen.
Er war noch zu keinem Entſchluß gekommen, als er ſeinen Namen nennen hörte, er blickte ſich um und bemerkte, daß er vor der Thüre eines Haarſchneide⸗Salons ſtand.
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T ſtände er ih einme
Eure komm Haar


