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als Deine Schuld. Wir konnten nicht neben einander leben; aber ich preiſe Gott, daß er den Tod ſo ſüß macht und alle Bitterkeit hinwegnimmt. O, mein Herz hatte längſt vergeben, der Gedanke an Dich hat meine traurige Einſamkeit belebt. Wenn ich Deine Stimme hörte, deren Schall wie Zauber mich berührte, da ſtieg zuweilen ein unerklärliches Gefühl in mir auf; aber eben, als ich Dich weinen hörte, als die Herrſchaft über Dich ſelbſt Dich ver⸗ ließ, da wurde mir Gewißheit. Mir bleibt nicht lange Zeit, Eliſabeth, ich fühle es, ſo ſag' mir denn, wo Du gelebt und wie Du zu mir kamſt, und wer Dir den Ge⸗ danken eingab, meine Magd zu ſein, da ich Dich als mein Weib berſtoßen?“
„Die Liebe,“ ſagte ſie,„die mit mir ging durch die Welt. Als ich aus meinem Paradieſe vertrieben war, da war ich wohl ärmer als irgend ein Menſch. Auf meiner Flucht dachte ich nur daran zu entfliehen, ſo weit als möglich, todt zu ſein und zu bleiben für alle Nachforſchungen. In einer großen Stadt, ſo dachte ich, würde mir das am beſten gelingen und ich wandte mich nach Frankfurt. Ich nahm Extrapoſt nur wenige Stationen, auf der Chauſſee ſtieg ich aus, ließ meinen Koffer neben mich ſetzen und hieß den Poſtillon umkehren, indem ich ihm ſagte, ich erwarte hier Freunde mit ihrem Wagen. Der Mann willfahrte verwundert meinem Begehr, und nun war ich allein auf der Heerſtraße. Aber mir war nicht bang, ich dachte nur immer an Dich, und daß Du nun bald ankommen würdeſt, und daß ich Dich verloren hatte für immer und ewig. Nach einiger Zeit kam ein Fracht⸗ wagen die Straße daher. Ich bat den Mann, der ihn führte, mich mitzunehmen bis zum nächſten Städtchen für ein gutes Trinkgeid und er war bereit dazu. Da⸗ durch kam ich ab von der großen Straße und meine Spur war verloren. Es war ein kleiner Flecken, wo wir raſteten, und eine Art Herberge, wo wir abſtiegen.
Ich war zum Tode erſchöpft, Fieberhitze glühte im weinen Adern und ich fühlte mich ernſtlich krank. Die—


