Jahrgang 
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Flucht des Bühl'ſchen Corps entſtanden war, hatten die franzöſiſchen Cuiraſſiere benutzt; es war die höchſte Zeit. Mit verzweifelter Anſtrengung wurden die Franzoſen zurückgeſchlagen. Melbach war überall, wo es noth that, ſeine ganze Ruhe war zurückgekehrt, er war gerächt, furchtbarer als er ſelbſt es gekonnt hätte. Die Schlacht neigte ſich zu Ende, Melbach hätte wohl ausruhen mögen mit Denen, die ſtumm gebettet unter ſeinen Füßen lagen. Aber ſein Wunſch wurde nicht erfüllt; ſein Name ſollte noch glänzen in mancher heißen Schlacht. Erſchöpft ſtreckte er ſich am Abend auf ſein hartes Lager, er war müde und ſein Herz auch. Aber das Siegesjauchzen der freude⸗ trunkenen Soldaten drang in ſein Ohr und lockte ein Lächeln der Befriedigung auf ſeine Lippen er iſt doch ſchön, der Sieg in ſeiner berauſchenden Freude.

Du kennſt ihn nicht, Du bleicher Mann, der Du in dem einſamen Zimmer des großen Hotels Ruhe ſuchſt. Auch Deine Augen ſchließen ſich, aber nicht von Ermüdung, nicht nach hartem Kampfe. Drang der Siegesjubel auch in Dein ſtilles Gemach und ließ Dich zittern in freudiger Luſt, oder war es die Scham, die Furcht, die Schande, die Dich bleich macht?

IX.

Jahre waren vergangen ſeit dieſem Tage des Sieges und der Rache; d Kampf der Freiheit war ausgekämpft, rden in Deutſchland, das Jauchzen der Freude in das beha iche Gefühl des Friedens übergegan⸗ gen. Und doch war es einſam geworden in manchem Hauſe und in manchem Herzen, und Viele hatten dieſe Siege, die dem Vaterlande die Freiheit gaben, mit dem Theuerſten ihres Lebens erkauft. Weit im fremden Lande ruhten die Treuen, die fortgezogen waren in freudigem