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des Oberſten, der Gericht halten wollte über den Ver⸗ räther. Aus ſeinen aufgeregten Zügen blitzte eine faſt wahnſinnige Rachſucht, ſeine Augen glühten, ſeine Lippen bebten und erſchrocken legte ſein Rittmeiſter die Hand auf ſeinen Arm.
„Was iſt verloren?“ rief er, wer war der Feigling, der die Lüge erſann, wer kehrte der Ehre zuerſt den Rücken?“
Aber Bühl verſtand ihn kaum; ſeine Augen ſtarrten mit dem Ausdrucke des Entſetzens und der Furcht bald
auf ſeine beſchmutzte Uniform, bald auf den Mann, der
drohend vor ihm hielt und ihn zur Verantwortung ziehen wollte. Er war nicht im Stande eine genügende Aus⸗ kunft zu gebenz„es iſt doch verloren!“ wiederholten ſeine zitternden Lippen.
Ein Lächeln unausſprechbarer Verachtung flog über Melbach's Geſicht.„Feiger, elender Wicht,“ murmelte er, „Du biſt einer ehrlichen Kugel nicht werth, für Dich iſt das Kriegsgericht““ Und dann ſich zu den übrigen wen⸗ dend, ſprach er mit ruhiger Stimme:„Ich bitte um Aus⸗ kunft von Ihnen, Herr Rittmeiſter, da jener Herr in ſeinem bedauernswürdigen Zuſtande nicht fähig iſt, ſie zu geben.“
Der Angeredete berichtete in kurzen Worten, daß er nichts gehört und geſehen, was einen Rückzug rechtfertige, daß nur der Gehorſam ſie ihrem Führer nachzöge, und bat Melbach, ſich ihm anſchließen zu dürfen. Auf eine kurze Anſprache Melbach's folgte das ganze Regiment mit Ausnahme von vieren, die bei Bühl blieben. Und kaun ſah ſich dieſer befreit von dem drohenden Blick und dem vernichtenden Worte ſeines unbekannten Richters, als er ſeinem Pferde die Sporen gab und gefolgt von ſeinen vier Huſaren ſeine Flucht e
Wenige Augenblicke genügten, um das Regiment zu ſammeln und unter Mehlbach's Anführung, der es nach dieſem Vorfall gerathener fand, auch ſeine Dragoner auf den Kampfplatz zu bringen, kehrten die Huſaren zurück.
SSchon ſprengte ein Adjutant ihnen entgegen, die Reſerbe in's Feuer zu commandirenz die Lücke, die durch die
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