Jahrgang 
3
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„Statt zu quieken und zu ſchreien, ſollten Sie mir lieber helfen meine Karten beſchreiben; wie wird doch gleich „Rathskeller“ geſchrieben?“

Polinskh gab ihm die nöthige Anweiſung und ſang weiter mit Intermezzos ſeiner Bemerkungen,

die jedoch, um berſtanden zu werden, eine genauere Kenntniß ſeiner Art zu denken oder vielmehr zu ſchwatzen borausſetzten.

Um dieſe Zeit hielt der Wagen vor dem Rathskeller, bei deſſen Anblick Louiſen das Blut ſo in die Wangen geſchoſſen war und brachte einen Gaſt, der bor einem Vierteljahre zum erſten Mal hier geweſen war, und ſich, obgleich er nur zwei Stunden weit auf einem Schloſſe wohnte, während des Sommers faſt gar nicht blicken ließ; ſeit Beginn des Herbſtes aber einen Tag um den andern herunterfuhr und ſich dann wohl ein Stündchen auf dem Rathskeller aufhielt, jedoch, ohne irgend welche Ge⸗ ſchäfte zu haben oder Jemand zu ſprechen, wieder in ſeine Waldſtille zurückkehrte.

Etwa zwei Stunden von Derrheim liegt hoch im Ge⸗ birge, von Wald rings umgeben, ein Schloß in altem Sthle, mit jetzt zweckloſen Wallgräben berſehen und mit dicken ungeheuren Thürmen, welche ſogar die hohen ſchlan⸗ ken Buchen noch um etwas überragen, von denen die ganze Bergkuppe, auf deren höchſten Zinnen das Schloß liegt, bedeckt iſt. Den Wanderer zw

iſchen dieſen natür⸗ lichen Säulenhallen und düſtern

Laubgängen, wenn er

plötzlich ſeinen Blick durch die coloſſalen grauen Mauern,

begrenzt ſieht, blickte er zurück in alte hier ſtill, unſäglich ſtill. dem Schloſſe führen, ſind wenig

welche die Spitze des Berges berſchließen, muß ein Gefühl anwandeln, als berwitterte Zeiten, denn es iſt Die Wege, welche zu Novellenbuch. Bd. nI.