66
betreten und mit Farrenkraut überwachſen; es ſcheint als käme alles Lebendige nach dieſem hochgelegenen Sitze nur von oben. Die höchſten Zinnen, die übrigens bon neuerem Datum als die Untermauern zu ſein ſchienen, ſind von Dohlenſchwärmen in Beſitz genommen. Die alten Grund⸗ pfeiler, auf denen das Schloß ruht, haben dieſe Poſition
wohl ſchon vor der Zeit der Kreuzzüge eingenommenz dann
ſind ſie nach vielhundertjähriger Herrlichkeit von den ein⸗
ſamen Beſitzern, die unter anderen Menſchen ihr Glück
ſuchten, berlaſſen, bis in neueren Jahrzehenden die Nach⸗ kommen jener wilden eckigen Geſtakten, welche den Bergſitz wählten und jener ſpäteren Träger der aufkeimenden Bildung unſerer Tage, auf den Gedanken kamen, die
Schlöſſer und Burgen ihrer Familien wieder aufzubauen
und da zu wandeln, wo der wuchtige Fußtritt jener einſt dröhnte.
So auch die Familie von Eckbergen, der das Schlaß gleichen Namens gehörte. Dieſes Geſchlecht, nur noch in einer Linie übrig, war ſchon ſeit faſt vierhundert Jahren von dem hohen Felſenneſte heruntergezogen, um ſich am Fuße des Gebirges anzubauen; ſpäter aber waren die Beſitzer außer Landes gegangen in große Städte, um als
PFrabanten jener Geſtirne mitzuſchimmern, welche auf den Thronen damaliger Zeit glänzten.
Das Gut Eckbergen da unten am Fuße des Gebirges hatte aber nur den Namen eines Schloſſes; die darunter verſtandenen Gebäude reſervirten kaum ein Abſteigequar⸗
hh
4
₰
3
6
tier für die früher von Jahr zu Jahr einmal etwa zur 3
Jagd, ſpäter noch biel ſeltener kommenden Beſitzer, waren jedoch übrigens ganz für landwirthſchaftliche Zwecke von den Pächtern in Beſchlag genommen, bis es vor vielleicht


