Jahrgang 
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. ſtand der Senator Auermann, ein naher Nachbar des Rathskellerwirthes, ein Mann bon bielen Gaben, wo⸗ bon man, wie auch von ſeiner Kunſtkennerſchaft in Derr heim höchlich überzeugt war; er ſpielte ſo eine Art von Mäcen gegen jeden durchreiſenden Künſtler, wenn ihm dieſe Gönnerſchaft nicht viel koſtete. Nun immerhin, er that es doch, was Wunder wenn auch ſofort jeder die⸗ ſer edlen Leute ſich an ihn wandte oder drängte, je nach den Umſtänden.

Der Portraitmaler Polinsky mußte ihm etwas der Art angeſehen haben, denn er ſtierte jenen Herrn beſtän⸗ dig anz dieſer aber hatte von dem Wirthe ſchon einen Wink bekommen, daß ein Maler angelangt ſei, und da ſuchte er nun herauszubringen, in welchem von den Dreien er ihn zu ſuchen habe, ftſt entſchloſſen, denſelben, ſei es durch den Wirth oder ſonſtwie, unter den Fuß zu geben, daß es gerathen ſei, ſich um die Freundſchaft des Kauf⸗ manns und Senators Auermann zu bemühen. Der Mann hätte es auch kaum überlebt, von den Malern, deren von Zeit zu Zeit einer nach Derrheim kam, über⸗ ſehen zu werden. Die Anweſenheit eines ſolchen war zugleich jedesmal ein Impuls für Herrn Auermann, ſeine eingetrockneten Offarben hervorzulangen, und mit ſolchem Anlaufe begann eine neue Sra für dieſen Kunſtzweig in der Stadt Derrheim.

Beſagtem Herrn währte es zu lange, bis Polinsky ſich an ihn wandte, er machte ſich deshalb an den Wirth und trug demſelben auf, dem Maler zu verſtehen zu geben, daß der Herr da vorn am Ofen ein Kunſtkenner ſei und daß er ſich an den halten müſſe.

Herr Auermann that, während der Wirth den Auf⸗