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mir denn dafür, wer Sie ſind, und ob es nicht ſo geht, wie neulich in Magdeburg, wo Einer auf ganz ähnliche Weiſe Geld hat erſchwindeln wollen?“
„Was ich?“ fuhr ihm der Tanzmeiſter in die Rede, „was ich bin, können Sie in meinem Paſſe ſehen, hier: Johann Baptiſt Erlanger, königlich preußiſcher conceſſio⸗ nirter Regierungsbezirks⸗Tanzmeiſter; aber ich will ja gar nicht behaupten,“ ſetzte er mit ſeinem liebenswürdigſten Geſichte hinzu,„daß mir der alte Herr das Geld heraus⸗ genommen hat, im Gegentheil, ich glaube ſogar, daß ich es noch finden werde,“ und gleichzeitig ließ er hinterrücks den einzelnen Papierthaler auf den Boden fallen.„Wir wollen nur ordentlich ſücheſt, mein beſter Herr Wirth, wie heißen Sie doch, Herr—2“
„Dennhart!“
„Alſo, Herr Dennhart, dann finden wir es wohl wie⸗ der;“ und er nahm ein Licht vom Tiſche, um im Nu den Thaler zu finden.„Da iſt ſchon einer! Meine Herren, heben Sie die Beine in die Höhe,“ forderte er die beiden Fremden auf,„da ſehe ich noch einen!“— und derſelbe Papierthaler wurde nun nochmals unter der Bank und unter den Füßen jener Gäſte hervorgezogen. Die Erzäh⸗ lung von dem Magdeburger Schwindler hatte wunder⸗ thätig auf Herrn Erlanger gewirkt, denn er ging jetzt mit aller Grazie ſeines Geſchäftes auf den alten Herrn hinter dem Ofen zu, um mit ihm ein Geſpräch anzufan⸗ gen.„Doch,“ unterbrach er ſich plötzlich,„bor allen Din⸗ gen muß ich der Frau vom Hauſe die Hand küſſen; und wer iſt denn das Fräulein?“ fragte er den Wirth, auf ein kleines linkiſches zwölfjähriges Mädchen deutend, wel⸗ ches eben durch die Stube ging.


