Jahrgang 
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Lärm loszubrechen, während ſich die beiden Ankömmlinge hinter den Tiſch drängten.

Der junge Wirth war ein entſchiedener derber Land⸗ mann, der, ſeit er ſeine Frau berloren, die Sorge für ſeinen kleinen Sohn den Großeltern überlaſſen und ſelbſt den größten Theil des Tages öronomiſchen Geſchäften ob⸗ lag oder auch wohl in der Umgegend umherreiste und ſeine Producte berhandelte. Seine Frau, die älteſte Toch⸗ ter des alten Paares, war deren Liebling geweſen und es ſchien, als hätten Beide dieſe Liebe auf ihren Schwie⸗ gerſohn Franz übertragen. In dieſer Zuneigung waren ſie übereinſtimmend, wäre es auch in ſonſt nichts auf der ganzen Welt geweſen, und in ihren Zwiſtigkeiten wandte ſich jeder Einzelne gern an den Sohn, um ihm ſein Leid zu klagen. So jetzt Rell, als er die Abweſenheit ſeiner Ehehälfte benutzte, das Terrain zu beſetzen.

Der junge Mann ſah ſehr bald, wie die Sachen ſtan⸗ den und redete den Herrn Erlanger mit ſiegreicher Feſtig⸗ keit alſo an:Sie ſagen, es ſei Ihnen Geld weggekom⸗ men? Wie viel und wo? Mein Schwiegervater wird Ihnen kein Geld aus der Brieftaſche nehmen und wenn Sie tauſend Thaler darin hätten; daß er an Ihre Sachen gegangen, iſt allerdings nicht in der Ordnung

Nein, das iſt nicht in der Ordnung! gekränkte Tanzkünſtler dazwiſchen.

Iſt nicht in der Ordnung! fuhr der Wirth fort; laſſen Sie mich doch ausreden aber daß Sie ſagen, er hätte Ihnen Geld aus der Brieftaſche genommen, kann ich nicht ſo ohne Weiteres auf ſich beruhen laſſen; ich ſelbſt will Anzeige davon beim Gerichte machen, dann

eiferte der

ſollen Sie Ihre Behauptung erſt beweiſen! Wer ſteht Novellenbuch. Bd. m.