Jahrgang 
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Ich hatte mehr Geld in der Taſche und will alles wir⸗ der haben.

DieFrau bom Hauſe hätte gewiß längſt die Lärm⸗ glocke ihrer höchſten Entrüſtung angeſchlagen, wenn ſie nicht ganz mit dem Gedanken beſchäftigt geweſen wäre, wie ſich das Unheil des Verdachtes von ihrem Hauſe abwenden ließe.

Sie wußte wohl ſo ſicher wie ihr alter Ehegatte, daß von einem Diebſtahle hier keine Rede ſein konnte; aber welch ein Gerede in dem Städtchen, und zudem was würde ihr Schwiegerſohn ſagen, den ſie jeden Augen⸗ blick erwartete.

Da, als gerade der ſo ſehr entrüſtete Herr Erlanger wieder einen neuen Anſatz machte zum Jammern und den Inhalt ſeiner Brieftaſche ausgebreitet hatte, den ein⸗ zigen Caſſenſchein, welcher überhaupt in ſeinem Beſitz ge⸗ weſen, noch immer in der Hand haltend, öffnete ſich die Thür und herein trat der junge Wirth in Begleitung bon zwei, wie er meinte, allerliebſten Leuten, die ihn auf's Artigſte ſeit einigen Stunden im Poſtwagen unterhalten hatten, und welche ihm, nachdem er denſelben auf der letzten Station auf einige Minuten verlaſſen, mit der Nachricht überraſchten, bei ihm einige Zeit logiren zu wollen, da ſie ohnehin Geſchäfte in Derrheim hätten.

Die Beiden verlangten nun ein Zimmer für ſich, und während die Wirthin die desfallſigen Anordnungen zu treffen hinausging, kroch der Alte, um allen Anderen zuvorzukommen, wieder aus ſeiner Ecke hervor und ſchickte ſich an, den Vorgang noch einmal zu erzählen. Der Tanzmeiſter Erlanger konnte dieſe einſeitige Dar⸗ ſtellung natürlich nicht dulden und ſo drohte ein neuer