Jahrgang 
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genehme Ereigniß am beſten ausgliche, ohne offenen Scan⸗ dal daraus entſtehen zu laſſen. Die Sachlage reimte ſie ſich ziemlich richtig zuſammen, bis auf die Caſſenanwei⸗ ſungen, an deren Vorhandenſein ſie vorläufig glaubte, und denen ſie jetzt eifrig nachſpähte unter beſtändigen Aus⸗ rufungen und Verwünſchungen:Ja, ich ſage noch, was haſt Du nun wieder angerichtet! was haſt Du bei anderer Leute Sachen zu thun?

Ich bin beſtohlen, ich will mein Geld wieder haben! wurde ſie bon Neuem übertönt.

Nachgerade ermannte ſich der Alte wieder und auf ſein Verſteck hinter dem Ofen zuhinkend, entgegnete er dem Fremden mit einem Geſichte, als wolle er ihn beißen: Geſtohlen? geſtohlen? ſagen Sie das nicht noch einmalz ich habe blos ſehen wollen, ob Sie einen Paß oder ein Wanderbuch haben. Geld wird wohl nicht zu viel in der Taſche geweſen ſein und was drin war, muß noch drin ſein, berſtehen Sie mich? dabei zog er die Augen⸗ brauen ſo weit in die Höhe, als das zahnloſe Kinn her⸗ unter.Sie da, Perrückenmacher, verſtehen Sie mich? Und als ob er Alles mit gehörigen Gründen belegt und die ganze Sache abgethan hätte, verſchanzte er ſich hinter unberbrüchlichem Stillſchweigen wieder in ſeiner Ofenecke.

Oho, Perrückenmacher! wenn Sie leſen können, ſo ſechen Sie in meinen Paß, eiferte der Fremde, und dabei zog er erſt einen Papierthaler aus der Taſche und dann ein auf allen Seiten beſchriebenes Reiſedocument.Hier Geld, und hier ſteht zu leſen: Johann Baptiſt Erlan⸗ ger, Tanzmeiſter, in mehren königlich preußiſchen Regie⸗ rungsbezirken conceſſionirt. Hier iſt Geld! Doch plötzlich fiel er wieder in ſeinen larmohanten Ton von borhin: