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Grund biſitirte; nun aber als derſelbe die Brieftaſche öffnete und die darin liegenden Papiere muſterte, that jener, als ob er plötzlich erwache, und machte einen fürch⸗ terlichen Lärm:„Diebe, Diebe, zu Hülfe! ich werde be⸗ ſtohlen! mein Geld, mein Geld! lauter iſche Caſſen⸗ anweiſungen! Hülfe! Diebe!“
Der alte Mann ließ vor Schrecken die Brieftaſche aus der Hand fallen und ſtand wie ein begoſſener Pudel, als Madam Rell mit dem Lichte, und hinterdrein zwei Küchenmädchen in die Stube ſtürmten. Sie hatten wohl den hellen Ruf gehört, aber nicht verſtanden, und konn⸗ ten deshalb auch den Zuſammenhang nicht begreifen, als ſie den alten Sünder am Fenſter mitten zwiſchen zerſtreuten Papieren ſtehen ſahen, und auf der andern Seite das nun verdoppelte Geſchrei des Fremden hörten, welcher that, als ob er nicht hinter dem Tiſche heraus kommen konnte, während ihm eine Million geſtohlen 3 würde..
„Was iſt hier los? was giebt's hier?“ rief die Wirthin, welche keinen Dieb im Zimmer ſah,„was machſt Du da?
was iſt das?— Seien Sie doch ruhig,“ fuhr ſie fort, gegen den Fremden gewandt:—„Wer hat Ihnen was geſtohlen?“— Der aber ſchrie weiter, als wenn er nichts
hörte:„Wo iſt mein Geld? lauter preußiſche Caſſenſcheine! Wenn ich mein Geld nicht wieder bekomme, ſo will ich es der ganzen Welt erzählen, daß man hier beſtohlen wird. Ich komme zu Fürſten uhd Grafen und will allen Leuten erzählen, wie es mir hier geht!“ Der alte Patron war ſo verdutzt, daß er keinen Verſuch machte, die Sachen zuſammenzuleſen und überließ es ſeiner Frau, welche un⸗ terdeſſen darüber nachſinnen mochte, wie ſie das unan⸗


