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ihm anfänglich nur darum zu thun geweſen, die Ent⸗ deckungen zu Erpreſſungen bei dem Meiſter zu benutzen. Aber abgeſehen dabon, daß Schanz ſich durch Drohungen ſchwer einſchüchtern ließ, wohl eher zu Schritten ſeine Zuflucht genommen haben würde, wie er ſie ſpäter wirk⸗ lich that, beſaß auch Röder, trotz eines hohen Grades ſitt⸗ licher Verworfenheit, nicht raffinirte Schlechtigkeit genug, um conſequent einen Plan durchzuführen, wie ihn in der Regel nur der geübte, erfahrene Verbrecher ſhſtematiſch berfolgen kann. Nebenbei war er zu hitzig und ſchon aus dieſem Grunde vorauszuſehen, daß er beim erſten Herbortreten mit ſeiner Mitwiſſenſchaft Auftritte herbei⸗ führen würde, wie ſie in der That erfolgten. Seine An⸗
zeige bei Gericht war deſſen zur Genüge Zeuge. Sie war
das Ergebniß der hitzigſten, unbeſonnenſten Handlungsweiſe, eines Beginnens ohne alle Berechnung. Die Folgen da⸗ von fielen zunächſt ſchwer auf ihn zurück, denn während man Schanz mit Ketten belaſtet nach dem Amthauſe führte, wurde auch Röder erklärt, daß ſeine Entlaſſung bedenklich falle, und er, vorläufig wenigſtens, zu Arreſt gebracht werden müſſe. Nanni, die hochſchwanger war, wurde unter geeignete Bewachung geſtellt.
Die neu und friſch aufgegriffene Unterſuchung führte
gleichwohl erheblichere Ergebniſſe nicht herbei. Schanz gab eben nur das Nothwendigſte zu, geſtand nur Dinge, deren Ableugnen nutzlos geweſen wäre. Daß er neben den bierunddreißig Ducaten und dem übrigen Inhalte der Aaron'ſchen Börſe auch deſſen ſonſtige bedeutende Baar⸗ ſchaft, Ring, Doſe und Uhr an jenem Abend empfangen, verhehlte er nun nicht länger. Es war dies im ſchlimmſten Falle eine Unterſchlagung, die, wie ihm wohl nicht


