Jahrgang 
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bacher ſchüttelte verwundert das Haupt, als Röder'sKlei⸗ ner gegen neun Uhr nach dem Amtshofe ſchritt; noch bedenklichere Blicke tauſchten aber die Männer, als der Gerichtshalter, begleitet von Haſchemännel und den Ge⸗ meindevorſtänden, ſich um Mittag nach der Schanz'ſchen Behauſung begab. Die Verhaftung des Meiſters erfolgte ſofort und als man ihn beſeitigt, d. h. einſtweilen in einem Nachbarhauſe unter ſtrenge Bewachung geſtellt, auch Guli anderwärts untergebracht hatte, brach Haſchemännel auf des Gerichtshalters Geheiß den Fußboden der Wohnſtube auf. Dort, unter Lumpen und Schutt vergraben, lag das Aaron'ſche Gold und ſeine übrige Baarſchaft. Aber noch fehlten Juwelen und Pretioſen. Auch dazu ward Rath.Es iſt eigenthümlich, ſagte der alte Gerichts⸗ vorſtand, indem er einen welken Roſenſtock vom Fenſter nahm,ſeltſam und eigenthümlich, wie erfinderiſch die Verbrecher ſind. Selbſt die Blumenäſche werden unter ihren Händen zu Diebeshöhlen.

Er zog langſam das vertrocknete Gewächs heraus und mit ihm Doſe, Ring und Uhr des Juden.

Die Anzeige Röder's bei Gericht, deren Verfolg zu dieſen Entdeckungen führte, beſchränkte ſich im Weſentlichen auf folgende Angaben:

Der Verdacht, daß Schanz nicht nur mehr um Aaron's räthſelhaftes Ende wiſſe, ſondern daſſelbe wohl gar ſelbſt verſchuldet, mindeſtens zu einem Eingriff in des Juden Eigenthum benutzt habe, war bei Röder ſchon damals entſtanden, als der Meiſter am Morgen nach der verhäng⸗ nißbollen Nacht imLöwen ſo entſchieden abrieth, den Leichnam des Vermißten im Erlenbuſch außzuſuchen.