31
in gewaltigen Sätzen. Da praſſelte abermals ein Schuß don der Höhe herab— und der Hund krümmte ſich ſterbend zu ſeines Herrn Füßen. Wüthend ſtürmte Röder der gefährlichen Richtung nach, überſprang Felſen, Klüfte und Abgründez aber er fand nichts, von dem Urheber der Schüſſe keine Spur. Da ſchoß ihm ein Gedanke durch den Kopfz ſchnell ſtand er von der Verfolgung ab, lenkte ſeine Schritte heimwärts und kam um Mitternacht vor Schanzens Thür an. Guli öffnete ihm.
„Wo iſt der Valkt?“
Guli zögerte.
„Nicht daheim?“
„Nein, er iſt im Erlenbuſch. Was willſt Du von ihm?“
„Seine Büchſe,“ verſetzte Röder,„ich bin deren be⸗ nöthigt; die meinige verſagt ſeit einigen Tagen.“„
Guli ging, kam aber bald wieder, um zu melden, daß der Vater das Gewehr mitgenommen.— Röder wußte genug. Als er langſam und ſinnend nach ſeiner Be⸗ hauſung ſchritt, reifte ein hölliſcher Entſchluß in ſeinem Herzen. Es war der Augenblick, der gräßlich über ſeines Schwiegerbaters Zukunft entſchied.
Am Morgen wand ſich Nanni wie ein Wurm zu ſeinen Füßen.
„Um der Wunden Chriſti willen!“ rief ſie in unſäg⸗ licher Angſt,„bei Allem, was Dir noch heilig, bitte ich Dich: mache den Vater, mache uns und Dich nicht unglücklich!“——
Röder hob ſie auf.„Sei ruhig,“ ſagte er,„noch iſt's nicht ſo weit!“—
Röder's Entſchluß war gefaßt.— Mancher Bram⸗


