die Schlucht geſtürzt und nach der Zeit lebend nicht wie⸗ der bon ihnen geſehen worden ſei. Schanz wiederholt, daß er mehr Geld, als Aaron ihm zur Verwahrung über⸗ geben, bei Letzterem nicht wahrgenommen, obſchon Moſes, der am Morgen gleichzeitig und freiwillig bei Gericht er— ſchienen war, auch jetzt angab, daß ſein Herr mehr als zweitauſend Thaler bei ſich geführt habe. Deſſen fernere Auslaſſungen führten übrigens auch auf die blutigen Fuß⸗ ſtapfen am Ausgange des Erlenbuſches, die von nun an Gegenſtand ernſterer Erwägung wurden. Obſchon es in⸗ zwiſchen geregnet, waren deutliche Spuren jener Eindrücke auch jetzt noch wahrzunehmen, und ein Verſuch, die Fuß⸗ bekleidung Aaron's in dieſelben einzupaſſen, begründete ſo⸗ fort die überzeugung, daß ſie nur von Letzterem herrüh⸗ ren konnten. Mit dieſer überzeugung echob ſich aber auch der Verdacht zur Gewißheit, daß Aaron's Tod nicht in
Folge des Sturzes, ſondern durch ſpäter an dem Juden
verübte Gewalt, und— im Hinblick auf die ärztliche Erploration— durch Mord herbeigeführt worden war.
Denn daß Aaron nach dem Sturze noch gelebt, ja noch Kraft genug beſeſſen hatte, um bis an den„Kamm“ zu gelangen, unterlag jetzt kaum noch einem Zweifel. Indeß ſollte es nach dieſen objectiven Feſiſtellungen bald auch an ſubjectiben Vermuthungen nicht gebrechen. Während nämlich Waldhüter, Kohlenbrenner und einige andere Perſonen eidlich verſicherten, daß des Juden Leichnam am Morgen nach dem überfall der Paſcher an der Stelle, wo man ihn ſpäter aufgefunden, eben ſo wenig als in deſſen Nähe gelegen habe, und deshalb erſt ſpäter dort⸗
hin gelangt ſein könne, zeigte der Brambacher Feldhüter
an, daß er ähnliche Fußſtapfen, wie im Moorgrunde ſichtbar,


