Jahrgang 
3
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5 erleuchteten Wohnſtube geleitete, dort ſchleunig ein zweites Licht aufſteckte und den jüngeren Bruder, der auf dem Kanapee ſchon die Ruhe geſucht, mit den Worten auf⸗ ſtörte:Geh, Guli, hole den Vater. Wenn er nicht im Reihſchank iſt, wird er beim Plätzer ſein?

Und ſoll ich's ſagen, daß der Herr Aaron gekom⸗ men? fragte der Junge, indem er verſchmitzt lächelnd nach dem Gaſt deutete.

Ach, ich dächte gar! rief Nanni,ſtelle Dich nur nicht ſo dumm. Die Lies will kalben, oder die Geis hat ſich losgeriſſen... Du weißt ja..

s wäre doch wohl beſſer, wenn die Jungfer ſelbſt

ginge, warf Herr Aaron ängſtlich ein,das Kind könnte plaudern, und der Ohren giebt's ſo viele. 5 Aber der Knabe trat ſchnell an ihn heran.Guli plaudert nicht, ſprach er in einem Tone, aus dem Zus berläſſigkeit wie verletzter Stolz in gleich hohem Grade ſprachen,Guli weiß, wo der Wind herweht.

Damit wandte er dem Gaſte den Rücken und war berſchwunden, ehe Jener noch zu einem begütigenden Worte kam.

Ein probater Junge das! ſagte er zu Nanni,wird einſt gut für's Geſchäft; er wird des Vaters Firma Ehre machen.

Ei gewiß wird er das! verſetzte das Mädchenziſt er doch ſchon manchmal mit drüben geweſen und neu⸗

3 lich noch, wo's ſo hart hergegangen. Schade nur, daß

ſie auf der Grenze ſchon Lunte gerochenz ſie viſitiren ihn jetzt ſtets, wenn er das Zollhaus paſſirt. Vordem hat 1 er manches Pfund Kaffee im Bücherranzen hinüberge⸗ tragen.