Jahrgang 
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Am folgenden Tage erſchien eine amtliche Commiſſion, die Thatſache feſtzuſtellen und drei Tage ſpäter erhielt Sendig eine Vorladung in's Forſtamt.Was iſt ihm denn eingefallen, Sendig? fragte der Amtsbote bei über⸗ gabe der Ladunghat Er ſich vom Teufel blenden laſſen?Hahaha! lachte der Bauermeint Ihr, Ihr wollt mich einſchüchtern? Ihr haltet den Waldgut⸗ bauer für dümmer als er iſt; aber Ihr ſollt ſehen, daß die Herren von der Feder nicht allen Verſtand allein haben. Damit gab er dem Manne ſeine Gebühr und dieſer ging. Die Hausfrau aber war bei dem Eintritte des Amtsboten leichenblaß geworden, und als er die Thür hinter ſich zumachte, war es ihr, als bräche plötzlich ihr ganzes bisher ſo ungetrübtes Lebensglück über ihr zu⸗ ſammenz als wäre es für immer um den Frieden ge⸗ ſchehen, der bis jetzt in ihrem Hauſe gewaltet.Gott⸗ hold! ach Gotthold! brach ſie weinend aus.

Du thuſt ja, als ſollte der Kopf fort! rief er un⸗ muthighab' ich denn was Schlechtes gethan? daß das Forſtamt klagen würde, war vorauszuſehen, und daß ich vor Amt muß, iſt eine natürliche Folge der Klage. Nun gilt es, mein Recht zu behaupten, und das will ich das Forſtamt hat zu beweiſen, daß die Stämme ihm gehören, und ſolches muß es wohl bleiben laſſen.

Mir ahnte gleich nichts Gutes, als Du nach den Tannen gingſt, ſagte ſieGotthold! hätteſt Du mir gefolgt, hätteſt Du ſie ſtehen laſſen, wo ſie ſo lange geſtanden.

Weib! bring' mich nicht auf! Du thuſt ja, als hätt' ich mich an fremdem Gute vergriffen.

Das ſag' ich nicht ich weiß, daß die Tannen