auch Paula bei dem Gaſte, ſobald er ſich auf ſeinem Zimmer etwas erholt und erfriſcht hat. Bei Tiſche werde ich allerdings nicht erſcheinen können und Du wirſt mich entſchuldigen; aber am Abend,“ ſagte ſie freundlich,„da werde ich meinem Theetiſche vorſtehen wie immer, und da wirſt Du mir Graf Kielsky vorſtellen.“ Damit erhob ſie ſich, nickte ihm freundlich zu, und von Paula gefolgt, die ſie nicht wollte allein gehen laſſen, verſchwand ſie durch eine Nebenthür. Der Graf ſah ihr einen Augenblick nachz „das war kein geringer Schreck,“ ſeufzte er,„doch nun ſcheint es auch wirklich vorüber zu ſein und deshalb will ich mich jetzt nach Kielsky umſehen.“
Der ſaß im Schloßhof im Schatten einer mächtigen Kaſtanie, und ſeine Augen hafteten nachdenklich am Boden. „Alſo hier,“ murmelte er,„hier, umgeben von Glanz und Reichthum, von der ſchützenden Liebe ihres Gemahls und — dem Heiligenſcheine der Tugend,“ ſetzte er ſpöttiſch hinzu, und ſeine Mundwinkel zogen ſich hinab, daß er mit einem Male ausſah wie ein Anderer, ſo verändert war der Ausdruck ſeines Geſichts.„Und ich,“ fuhr er langſam fort,„ich irre noch immer umher, meines Bleibens iſt nirgends; keine Ruhe, kein Vermögen, keine Heimath, iſt nur die Sorge mein Theil. Und jetzt, wo ich dem ſichern Hafen ſo nahe bin, jetzt tritt mir bielleicht dieſes Weib hindernd entgegen und ſtößt mich auf's Neue hinaus auf das Meer der Noth und Hoffnungsloſigkeit. Aber das ſoll ſie nicht,“ rief er und ſeine Augen blickten wild, und er warf das Haupt zurück, als ſei er entſchloſſen zum Außerſten.„Nein, bei Gott, das ſoll ſie nicht! Ich will wenigſtens kämpfen um mein Glück; denn, o Weib, ich habe furchtbare Waffen wider Dich! Und fügt ſie ſich,


