Periodikum 
Penelope : Taschenbuch der Häuslichkeit und Eintracht gewidmet auf das Jahr ... / hrsg. von Theodor Hell
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In mühſamen Beſchaͤftigungen, die Breſche wieder zu fuͤllen, und in dumpfer Erwartung vergingen einige Wochen, alles ſchien ruhig, eine Nachricht von der Annaͤherung der Kaiſerlichen beſchwichtigte noch mehr die Gemuͤther da, ploͤtzlich am 28 ſten Januar, bei diekem Nebel in der Fruͤhe, vernahm man im Innern der Citadelle das Blaſen der Fanfare der ſtuͤrmenden Franzoſen, die mit ſtarker Macht unaufhaltſam in die Stadt gedrungen waren, bereits die Citadelle umzingelt hielten und zu ſtuͤrmen be⸗

gannen. Die verzweifelte Gegenwehr der tapfern Be⸗

ſatzung ſchlug die Belagerer zuruͤck; wie ein Loͤwe hatte Contarini gekaͤmpft und ſich die allgemeine Bewunderung erworben.. Einen Tag widmete der mit ſtarkem Verluſt zu⸗ ruͤckgeſchlagene Vaubrun der Ruhe, dann wollte er einen Angriff wagen; doch ein kuͤhner Ausfall der Beſatzung brachte Tod und Verheerung in ſeine Linien. Schon neigte ſich der Sieg ganz auf die Seite der Deutſchen, ſchon drang der Commandant, alles um ſich her vernichtend, wie ein Wetterſtrahl, mit ſeinen Getreuen auf Vaubrun ſelbſt ein, ſchon rief er ihm zu, ſich zu ergeben, da traf eine Kugel ſein unbehelmtes Haupt, und lautlos ſank Haugwitz nieder, auf der Feinde Leichen. Dieß graͤßliche Walten des feindlichen Geſchices beugte den Muth der tapfern, viel gepruͤf⸗ ten Schleſier, alle Herzen fuͤhlten ſich getroffen von der Kugel, die den edeln Haugwitz durchbohrt; un⸗ moͤglich wurde es ſeit dieſem Augenblicke den Officie⸗ ren, der Verwirrung abzuhelfen, alles ſtuͤrzte in fuͤrch⸗ terlicher Unordnung durch einander, und was dem Schwerdt des Feindes entrann, floh, wie ſinnlos,