Periodikum 
Penelope : Taschenbuch der Häuslichkeit und Eintracht gewidmet auf das Jahr ... / hrsg. von Theodor Hell
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in die Eitadelle zuruͤck; der Jubelruf der Franzoſen bei des ſiegreichen Haugwitz Fall war das Grabgelaͤut des Muthes der Beſatzung geweſen, entſchieden war das Schickſal des Tages, und jauchzend bereitete ſich der Feind mit erneuter Hoffnung zu neuen Angriffen.

Contarini's ſtrenge Vermahnungen das Verlorne wieder einzubringen, ſeine anerkannte Tapferkeit, ſein Eifer, neue Anſtalten zur Vertheidigung zu organiſi⸗ ren, ſeine Gluth, die nach Tod oder ruhmreichen Sieg nur ſtrebte, befeuerte von Neuem den Reſt der Mann⸗ ſchaft, der alte Muth erwachte wieder, und an der Gruft des mit heißen Thraͤnen und frommen Ehrenbe⸗ zeugungen ſchnell beſtatteten Haugwitz wurde Con⸗ tarini einmuͤthig zum Kommandanten der Feſtung erwaͤhlt. Tief beſchaͤmt empfing er dieſe Ehre.

Am Morgen nach dieſem Ereigniß verlangte ein Bauer beſonderes Gehoͤr beim Kommandanten; er wurde mit verbundenen Augen in deſſen Zimmer ge⸗ fuͤhrt, und ſagte nach kurzer Begruͤßung,Komman⸗ dant von Dachſtein, ich bin nicht, der ich ſcheine, ſondern derjenige, den Ihr retten wolltet, den das Geruͤcht todt ſagte, der Chevalier d'Alméry! Meiner Schweſter dringendes Flehen hatte mich vermocht, meinen Stallmeiſter in meinen Kleidern in die Stadt einziehen zu laſſen, und in Verkleidung bei der Arriere⸗ garde zu bleiben, wiewohl mir von den Hoͤllengruben nichts ahnete, wo ſo viele brave Franzoſen den Tod gefunden. Es iſt jetzt an Euch zu beweißen, daß Ihr uns nicht moͤrderiſch in die Falle gelockt!

Contarini ſtaunte den vermeinten Bauer forſchend an, eine unverkennbare Aehnlichkeit mit Agnes ſprach fuͤr die Wahrheit ſeiner Ausſage.