Periodikum 
Penelope : Taschenbuch der Häuslichkeit und Eintracht gewidmet auf das Jahr ... / hrsg. von Theodor Hell
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des Anſchlags ſchnell durchſchaute, beſchloß, den Rath anzunehmen. Durch einen blinden Angriff be⸗

ſchaͤftigte er mit Anbruch der Nacht den Feind, und ließ indeß den Anfall auf die Weſtſeite der Citadelle fuͤr den folgenden Morgen organiſiren. Die Beſatzung, ganz mit Zuruͤclſchlagung der feind⸗ lichen Truppen beſchaͤftiget, merkte nichts von dem mit hoͤchſter Behutſamkeit und beſonnenem Muth von d' Alméry ausgefuͤhrten Anſchlage, und in der

Morgenfruͤhe gingen, zum hoͤchſten Entſetzen der

ungluͤcklichen Dachſteiner, weſtlich 8 halbe Carthau⸗ nen los, die eine ſolche Breſche ſchlugen, daß die

Belagerten gleich wie im oſſenen Felde ſtanden.

Haugwitz ſah ſich und ſeine Mannſchaft verlo⸗ ren. Ohnbezweifelt war Verrath im Spiel geweſen, doch ihm ganz unergruͤndlich, von welcher Seite; auch war kein Augenblick zu verlieren. In hoͤchſter Eil berief Haugwitz ſeine Ingenieurs und Minirer, ließ wohlberechnete Minen nah am Thore aushoͤh⸗ len und zu einer graͤßlichen Exploſion vorbereiten. So wie nun die Franzoſen in vollem Marſch ſieg⸗ jubelnd eindrangen, ſtand die Mine in Flammen, flog auf, und der offene Schlund, angefuͤllt mit ge⸗ ladenen Musqueten, empfing das taumelnde Heer in ſeinen Todesſchoos; d' Alméry, kenntlich an ſeiner purpurnen Feldbinde und rergoldeten Ruͤſtung, ſank unter den Roſſen und Leichnamen ſeiner Ge⸗ faͤhrten; die Gewalt des Pulvers zerſtoͤrte die lebloſen Koͤrper, und ſprengte ſie graͤßlich in den Luͤften umher. Einige Compagnien der Arriergarde der Franzoſen wollten ſich, da ploͤtzlich Haugwit, im Ruͤcken andringend, ihnen die Flucht abſchnitt,