Periodikum 
Penelope : Taschenbuch der Häuslichkeit und Eintracht gewidmet auf das Jahr ... / hrsg. von Theodor Hell
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uͤber die ich ſelbſt erſtaune. Tod und Leben rangen in mir, eh ich die Feder anſetzte, nun bin ich ru⸗ hig, denn ich habe mein Geſchick der Liebe anver⸗

traut. . Agnes v. H.

Mit H. begann auch Agneſens Familienname, daß ſie Haugwitz meine, davon ahnete Contarini nichts, eben ſo wenig zweifelte er, daß das Billet nicht an ihn gerichtet ſey. Der Jaͤger, dem Agnes dies Geſchaͤft anvertraut, hatte, getaͤuſcht durch die Gleich⸗ heit der Uniform und des Wuchſes, den Pfeil aus dem franzoͤſiſchen Lager zu Contarinis Fuͤßen hinge⸗ ſchnellt, vermeinend, daß es Haugwitz ſey.

Ihn alſo liebte Agnes, ihn hatte ſie zum Ret⸗ ter, zum Beiſtand erkoren, und ſie bekennt ſich ernſt und feierlich zu dieſer Wahl? Trunken von ſchmerzlicher Wonne, nahm der Liebende den Boten ſeines vermeinten Gluͤcks, den Pfeil, vom Boden auf, ſteckte ihn in den Buſen, und enteilte in ſeine Wohnung. Gott aber, wie er nun alles hier uͤber⸗ dachte, was war es, was Agnes verlangte im Tau⸗ mel ihrer Angſt? Was konnte ihm helfen, als Verrath? Graͤßlich gekommen war der Moment, den er vor einer Stunde frevelhaft herbeigerufen, war es doch, als haͤtten feindliche Maͤchte ſein Wort belauſcht, um es in Beſitz zu nehmen, und ihn daran zu faſſen und in das Verderben hinab zu ziehn? Wie ſo anders war es um die ſchnell da⸗ hin gewagte Aeußerung, und wie ſo anders um die That! Aber ſie ſtarb, wenn er nicht zur Rettung eilte, ſie mußte ihn ewig haſſen! Was war die Feſtung, was die Welt, gegen Agnes und ihre