Periodikum 
Penelope : Taschenbuch der Häuslichkeit und Eintracht gewidmet auf das Jahr ... / hrsg. von Theodor Hell
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werden, wenn ſie nicht Sonne, nicht Mond be⸗ ſcheint!

Wer weiß, was alles Rothkirch noch geſagt haͤtte, wenn nicht der Donner des feindlichen Geſchuͤtzes ihn unterbrochen. Dieſer Klang wirkte ſelbſt auf den in Zweifeln befangenen Contarini ſo maͤchtig, daß er augenblicklich auf ſeinen Poſten eilte, und ihn, ver⸗ geſſend alles Uebrige, vertheidigte, r wie ein Held.

Vaubrun fand ſich in der Wireung, die er von ſeinem erſten Anfall erwartet hatte, getaͤuſcht; ſeine Stuͤcke hatten fruchtlos geſpielt, ſie waren groͤßten⸗ theils in die Felder gerathen, und die doppelte Waſ⸗ ſerumgebung von der Nordſeite, allwo er den Angriff begonnen, hatte die Wirkung der Kugeln geſchwaͤcht. Erbittert uͤber die Nutzloſigkeit ſeines erſten Unterneh⸗ mens, beſchloß Vaubrun Sturm zu laufen. Die Gei⸗ ſtesgegenwart und Bravour des Kommandanten ver⸗ eitelte aber des Feindes Bemuͤhungen; mit voller Kraft hatte er geſtuͤrmt, ſchimpflich wurde er zuruck⸗ geſchlagen, die Leichen ſeiner Krieger fuͤllten die Graͤben.

Gleichwohl wagte Vaubrun zwei Tage ſpaͤter noch in der Nacht einen neuen Angriff, da zog ihm Haug⸗ witz unerſchrocken aus den Thoren der Feſtung entge⸗ gen, und ſchlug die Franzoſen in die Flucht. Die Be⸗ ſatzung war trunken vor Siegeswonne, und gluͤhte in Bewunderung und Liebe zu ihrem heldenmuͤthigen An⸗ fuͤhrer; was unmoͤglich ſchien, war durch ihn ge⸗ lungen.

Wie wird Agnes trauern und leiden, ſprach Contarini zu Haugwitz, als er ſein Auge in Sieges⸗ glorie leuchten ſah.Das meine ich nicht, entgeg⸗