Gruͤckes, er konnte es ſich nicht verhehlen, und wie ſehr er die innere Stimme zu beſchwichtigen ſuchte, ſie ließ ihm keine Ruhe.
Nicht Eiferſucht, nicht Argwohn war es, was Contarinis Herz beſtuͤrmte; er gedachte nur der tiefbe⸗ wegten, bangen, ſichtlich von Gram verzehrten Ag⸗ nes und ihrer Bekuͤmmerniß bei Annaͤherung des franzoͤſiſchen Heers. Er ſollte gegen die Landsleute ſeiner Geliebten kaͤmpfen? Oder ſollte er in Schmach untergehn, fruchtlos und rettungslos? Kein Ausweg bot Heil und Rettung dar, eine dumpfe Muthloſig⸗ keit bemaͤchtigte ſich des Juͤnglings, er haßte ſein Le⸗ ben, und wüͤnſchte, es moͤge ihn der Tod vor der Ankunft des franzoͤſtſchen Heeres ereilen, denn er ver⸗ mochte eben ſo wenig dem Rufe der Ehre und Pflicht⸗ ſich zu verſagen, als Agnes betruͤben helfen, indem er gegen diejenigen focht, die, das fuͤhlte er klar, alle ihre ſtillen Wuͤnſche fuͤr ſich hatten.
Haugwitz hingegen ließ die Sicherheits⸗ und Ver⸗ theidigungsanſtalten verdoppeln, und betrieb jede Maasregel mit raſtloſem Eifer, um ſich von den in⸗ nern Vorwuͤrfen, die ihn peinigten, zu zerſtreuen; und wohl noͤthig war dieſe Vorſicht, da die Franzo⸗ ſen in Eilmaͤrſchen unter Vaubrun anruͤckten, und ſchon am 18ten Januar vor Dachſtein ſtanden.
„Da ſitzen wir nun in dem ſchlammigen Sumpf,“ rief Rothkirch erbittert, als er die Stellung der Franzoſen rings um die Feſtung her von der ſuͤdlichen Sternſpitze des aͤußern Vorwerks rekognoscirt.„An einen Ausfall iſt nicht zu denken, wir muͤſſen uns, wenn das grobe Geſchutz zu ſpielen anfaͤngt, nieder⸗ ſchießen laſſen, wie die geſtellten Hirſche! Welcher
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