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poͤrt.„Verſteht mich wohl,“ fiel Haugwitz beguͤ⸗ tigend ein,„ich habe am Schluß des Balls erfah⸗ ren, daß meine Taͤnzerin Agnes hieß; doch der Ag⸗ neſen giebt es mehr, und wie ſchoͤn mir dieſe er⸗ ſchien, kann es noch eine ſchoͤnere geben! Was mich am meiſten zu ihr hinzog, iſt eine ſeltſame Aehn⸗ lichkeit mit meiner Agneſe, und da ſie ihren Fami⸗ liennamen genannt, wurde mir dieſe Aehnlichkeit klar. Es durchzuckte mich wie ein Blitz, denn indem ſie ſich Agnes nannte, erſchien ſie mir als das Vor⸗ bild Enrer begeiſterten Beſchreibung, und ihres Ge⸗ ſchlechtes Name bezeichnete mir die nahe Verwandt⸗ ſchaft, muͤtterlicher Seite, mit meiner Frau. Das edle Maͤdchen in ihrer Schoͤnheit, Unſchuld und Zucht iſt mir werth geworden, doch, wenn ſie Euch, Con⸗ tarini, nur die leiſeſte Hoffnung gegeben, ſo tret ich zuruͤck.“
„Wenn Ihr freundliche Blicke, ſanfte Worte Hoffnungen nennt, ſo ſind mir viele zu Theil geworden,“ rief Contarini,„doch eines Hoͤhe⸗ ren ruͤhmen kann ich mich nicht. Und ſo wie ich ſie heut' gegen Euch geſehn, Haugwitz, ſo ſah ich ſie noch nie!“”“ Haugwitz reichte Contarini die Hand, ſchuͤttelte ſie herzlich und ſagte:„Ihr habt, meiner Treu, ein deutſches Herz, und ich muß Euch lieben! Laßt uns ein ritterliches Buͤndniß ſtiften! Keiner von uns ſage der herrlichen Jungfrau von Liebe, und ſtrebe ein Jeder ihrer werth zu ſeyn. Ganz frei ſey ihre Wahl, dereinſt, wenn die Stunde ſchlaͤgt, wo man mit Ehren wieder an ſich ſelbſt denken kann!“„Es ſey!“ rief Contarini, und ein Handſchlag beſiegelte die Abrede.


