Periodikum 
Penelope : Taschenbuch der Häuslichkeit und Eintracht gewidmet auf das Jahr ... / hrsg. von Theodor Hell
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denken? Nein! Aber dieſe Augen ſind zweie! Ihr werdet ja zum Dichter, laͤchelte Haug⸗ witz;doch das nimmt mich nicht Wunder, da Ihr liebt.

Die rege Geſchäͤftigkeit ihres Commandanten be⸗ feuerte die jungen Offiziere ſo ſehr, daß ſie began⸗ nen uͤber die Woche des nahenden Sonntags zu ver⸗ geſſen. Um ſo mehr erſtaunten ſie, da dieſer Tag herbeikam, Haugwitz auf die Zuruͤſtung zum Feſte recht heiter und eifrig bedacht zu ſehen. Aus dem Wuſt der Ravinen und dem Schlamm der Kaſamat⸗ ten ging der hohe Mann leuchtend in Schoͤnheit, wie ein Gott hervor. Seine Heldengeſtalt prangte in der hochſten Bluͤthe der Kraft, und maͤchtig ge⸗ bietend und unwiderſtehlich hinreißend ſtrahlte des innern Geiſtes Feuer aus dem großen tiefblauen Augenpaar. So trat er, kriegeriſch und wuͤrdevoll geſchmuͤckt, in des Schloſſes hellerleuchteten Saal; bei ſeinem Anblick rauſchte ein Fluͤſtern durch die Schaar der Gaͤſte, ſie ſtarrten regungslos auf ihn hin. Agnes hatte ſchon mehr als einmal nach der Thuͤr hingeblickt, ſie geſtand es ſich ſelbſt nicht, daß ſie Contarini erwarte, und fuͤhlte ſich, da ſie den Commandanten ſtatt ſeiner eintreten ſah, wunderbar und maͤchtig uͤberraſcht. Die andern Ofſiziers, un⸗ ter ihnen Graf Contarini, traten bald nach Haug⸗ wit ein, und die Vergleichung war nicht ſchwer. Doch Agnes dachte nicht daran, Vergleichungen zu machen. Sie ſah den raſch umherirrenden Blick des Fremdlings auf ihrer Huldgeſtalt verweilen, und ſein funkelndes Auge ſchien zu ſagen: hab' ich Dich nun gefunden? Haugwitz nahte der Herzogin, er

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